Engagement braucht Leadership – Vorstandstätigkeit für alle Seiten erfolgreich gestalten

In dem Projekt „Engagement braucht Leadership“ – gefördert von der Robert Bosch Stiftung und dem Ministerium für Frauen, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW – hat sich unter Federführung der Paritätischen Akademie NRW ein Netzwerk gegründet, welches in den nächsten zwei Jahren speziell Angebote für Vorstände auf den Weg bringen wird. Im Rahmen von Qualifizierungen und Austauschforen werden die Vereinsvorstände dabei unterstützt, Fragen einer erfolgreichen Vorstandsarbeit zu diskutieren und neue Impulse für die eigene Tätigkeit zu finden.

Im Rahmen der 3. Herbstakademie haben Fritz Heinecke und Dinah Igelski von der Paritätischen Akademie NRW zwei Workshops zu diesem Thema angeboten. Auf Grundlage der Projektvorarbeiten und langjähriger Erfahrungen in der Qualifizierung und Begleitung von Vorständen hat Fritz Heinecke als Referent der Workshops einen fundierten Erfahrungsaustauch zwischen den Teilnehmenden angeregt.

Während der Diskussion stellte sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern irgendwann die Frage: Welche Aufgaben hat ein Vorstand eigentlich? Ein klar umrissenes Aufgabenbild erleichtert nicht nur die Aufgabenpriorisierung. Es ist auch für das Suchen und Finden neuer Vorstandsmitglieder sehr hilfreich. Je genauer beschrieben ist, was – und in welchem Umfang – auf ein potenzielles Vorstandsmitglied zukommt, desto eher ist es bereit, sich zu entscheiden.

In der Aufzählung fanden sich neben formaler Anforderungen wie Kenntnissen im Finanzbereich, Fundraising und Vereinsrecht auch Kompetenzen wie Menschführung, Kommunikation nach innen und außen, Weiterentwicklung des Vereins und vor allem Zielfindung und –umsetzung.

Außerdem – so wurde während der Gesprächsrunden deutlich – sollte der Vorstand den Lebenszyklus des eigenen Vereins kennen und verstehen. Er muss bereit sein, für das Leitbild des Vereins einzustehen und Gesicht zu zeigen. Es braucht also eine integre, authentische Persönlichkeit, die etwas gestalten und Verantwortung im und als Mitglied eines Teams übernehmen will. Der Verein ist zuerst einmal eine Strukturvorgabe, die mit Leben, mit Menschen gefüllt werden muss. Diese Menschen anzusprechen, zu wissen, was sie zu einer Mitgliedschaft motivieren würde und welchen Nutzen sie daraus ziehen könnten, dass sollte der Vorstand in Erfahrung bringen und bei seiner weiteren Arbeit beherzigen. Die Förderung des Nachwuchses, die Mitgliederbindung und –gewinnung spielen eine zentrale Rolle. Nur wenn Mitglieder „gefordert“ und einbezogen werden, können diese sich im Laufe der Zeit mit den Vereinszielen und –unternehmungen wirklich identifizieren. Und aus dieser Identifikation kann sich dann Engagement zum „Leadership“ entwickeln, die Bereitschaft, sich selbst an entscheidender Stelle einzubringen und eine Vorstandstätigkeit zu übernehmen.

Mitwirkende des Workshops und Autor/-innen:

Fritz Heinecke ist Bildungsreferent für die Bereiche Qualität, Kommunikation und Schuldnerberatung. Sein Dienstsitz ist die Kreisgruppe Bielefeld. Ab 2015 ist Fritz Heinecke im vorgezogenen Ruhestand.

Dinah Igelski ist Bildungsreferentin für die Bereiche Psychotraumatologie, Qualität und Arbeit in der Paritätischen Akademie NRW.

Kontakt:

Paritätische Akademie LV NRW e. V.
Loher Str. 7
42283 Wuppertal
Telefon: 0202 2745-412
Fax: 0202 2822-233
igelski@paritaet-nrw.org

www.paritaetische-akademie-nrw.de


Dieser Beitrag ist Teil der Serie:
Dokumentation 3. Herbstakademie 2014

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