GemEinsamkeit – Neues Verbandsmagazin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands

Einsamkeit ist ein Phänomen, welches die Menschheit schon seit jeher begleitet, jedoch in unserer modernen Welt ein immer größer werdende Problematik darstellt. Das Thema der Einsamkeit und Vereinzelung der Menschen in der Moderne beschäftigt die Soziologie und Sozialpsychologie schon seit einem guten Jahrhundert immer verstärkter. Diese Problematik ist also keine neue, doch werden ihre Folgen jetzt immer sichtbarer. Die Zahl der Singlehaushalte hat in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen und stellt heutzutage die häufigste Wohnform dar. Rund 41 Prozent der Bevölkerung leben alleine in einer Wohnung, so das Statistische Bundesamt. Jedoch sind Menschen von Grund auf gesellige Wesen, die gerne in Gemeinschaften leben und auf diese auch angewiesen sind. Das Eingebundensein in Netzwerkstrukturen beeinflusst auch unsere Lebensqualität. Schwindet diese, hat das Auswirkungen auf unsere Lebensdauer und macht uns anfälliger für Krankheiten. Sozial bedingt ungleich verteilte Gesundheitschancen und -ressourcen führen dazu, dass sich (unfreiwillige) Einsamkeit sehr viel häufiger bei armen Menschen findet.

Der Paritätische ist ein Wohlfahrtsverband, der getragen ist von der Idee der Gleichheit aller und der Prinzipien Toleranz, Vielfalt und Offenheit. Er fungiert als Mittler zwischen Generationen und Weltanschauungen. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und hilft, die Interessen sozial Benachteiligter zu vertreten und eine Rahmenbedingung für zeitgemäße soziale Arbeit zu schaffen.

Ihr erstes digitales Verbandsmagazin im Jahr 2022 widmeten sie dem Thema der Einsamkeit, da dies ein zunehmendes gesellschaftliches Problem darstellt und eine große Herausforderung für die Wohlfahrt. Doch der Paritätische sieht Einsamkeit auch als eine Chance zur Stiftung von Gemeinsamkeit. In ihrem Verbandsmagazin stellt der Wohlfahrtsverband einige Projekte vor, die sich dieser Herausforderung stellen. Der Paritätische beleuchtet außerdem soziale und kulturelle Aspekte, die oft mit Vereinsamung einhergehen und wie man marginalisierten Gruppen sowie den ärmeren Teil der Bevölkerung in die Mitte der Gesellschaft besser einschließen und den Folgen der Vereinsamung entgegenwirken kann.

(Quelle: Verbandsmagazin Ausgabe 01/2022: GemEinsamkeit)

Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2022

Teile diesen Beitrag:
Schriftgröße
Kontraste