Seniorenorganisationen fordern mehr Handlungsspielräume für die kommunale Seniorenpolitik

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), unter deren Dach über 110 Verbände mit etwa 13 Mio. älteren Menschen zusammengeschlossen sind, spricht sich dafür aus, den Kommunen mehr Handlungsspielräume in der Seniorenpolitik zu geben.

„Der aktivierenden Kommune kommt bei der Gestaltung der Altenhilfe die Gewährleistungsverantwortung zu, was nicht heißt, dass sie die Trägerschaft für konkrete Angebote selbst übernehmen muss. Ihre vorrangige Aufgabe ist es, zu ermöglichen, zu vernetzen, für passgenaue Angebote verschiedenerTräger zu sorgen und auch die Kontrolle und die Evaluation von Maßnahmen durchzuführen“, heißt es in einem von der BAGSO veröffentlichten Thesenpapier. Es brauche aber auch „zusätzliche und verlässliche Mittel“ für eine gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit. Viele ältere Menschen seien bereit, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten freiwillig zu engagieren, es sei aber auch sicher, „dass sie sich nicht als Ausfallbürgen für nicht mehr bezahlbare staatliche Aufgaben in die Pflicht nehmen lassen“.

Die Forderungen der Seniorenorganisationen stehen im Zusammenhang mit der Arbeit der Siebten Altenberichtskommission, die ihren Abschlussbericht im Frühjahr 2015 der Bundesregierung übergeben wird. Unter dem Titel „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ befassen sich zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit Ende 2012 mit der Frage, „welchen Beitrag die kommunale Politik und örtliche Gemeinschaften leisten können, um die soziale, politische und kulturelle Teilhabe und eine möglichst lange selbstständige Lebensführung älter werdender Menschen sowie ein aktives Altern in Selbst- und Mitverantwortung sicherzustellen“.

Homepage der BAGSO

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Quelle: Pressemitteilung der BAGSO vom 27.8.2014

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