Verkehrssicherheit im Alter – mit der App auf Stadtteilbegehung

Kurzbescheibung und Kontakt

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Projektträger:

Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Mettmann

Gottfried Wetzel Straße 8
40822 Mettmann
(Stadtteil: Mettmann-Mitte)

02104 70753

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In drei Stadtbegehungen wurden im Jahr 2018 im Bereich Mettmann-Mitte jeweils mehrere Straßenzüge auf Auffälligkeiten zur Verkehrssicherheit und zu Hindernissen für Rollatorbesitzer (Kinderwagen), Rollstuhlbesitzer und Gehbehinderte untersucht. Hierzu wurden zunächst mit Fachleuten Kriterien definiert, auf die geachtet werden sollte. Die Teilnehmer wurden für die Begehungen geschult. Die gefundenen Punkte werden mit dem Handy fotografiert und vor Ort direkt mit einer App in eine Karte eingetragen. Die Karte wurde auf einer Webseite öffentlich einsehbar gemacht. Zusammen mit den Beteiligten aus Nachbarschaft, Verwaltung und gemeinnützigen Organisationen wurden die Ergebnisse evaluiert und Lösungsansätze entwickelt, um die Verkehrssicherheit in Mettmann für ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu erhöhen.

Rahmendaten

Kategorie(n): Alltagsgestaltung, Engagementförderung, Kontakte fördern, Medienkompetenzförderung, Mobilität, Sicherheit und Verbraucherschutz, Zugänge zum Internet erschließen

Angebotsform:

Website, Eigene App, Bildungsangebot / Techniktraining

Projektbeginn: 1. Februar 2018
Projektende: 31. Dezember 2018

Auftraggeber/Förderer:

Auftraggeber des Projekts ist der Kreis Mettmann.

Kooperationspartner:

Kooperationspartner in dem Projekt sind der Verein Jute Stuw, das Café Einblick, Mettmann Impulse, das Sanitätshaus Püttmann, der Oberstadtverein, der Seniorenrat sowie die Behindertenbeauftragten der Stadt.

Weitere Beteiligte:

Weitere Beteiligte sind der Sozialausschuss und der Bauauschuss der Stadt Mettmann, sowie die Kreispolizei.

Projektinitiatoren:

Das Projekt wurde im September 2017 von der lokalen Arbeitsgruppe des AWO–Treffs Mettmann für Quartiersentwicklungsprojekte entworfen. Hierzu gehörten Herr Duncker, Frau Buscher-Sander, Herr Horst und Herr Hill. Das Projekt wurde im Oktober 2017 beim Kreis Mettmann eingereicht und vor dem Jahresende als Förderwürdig anerkannt. Der Kreis Mettmann hatte daraufhin Kriterien und Richtlinien für die Förderung von Quartiersprojekten aufgestellt, die von Caritativen Einrichtungen durchgeführt wurden und deren Einhaltung im Oktober des Förderjahres überprüft wurden. Hierzu wurde eine umfangreiche Projektdokumentation erstellt.

Projektziele / -inhalte

Ziele des Projektes:

Die Ziele des Projekts waren:
• Gefahrenpunkte ermitteln, die es älteren Menschen erschweren sich mit dem Rollator, dem Rollstuhl und dem Fahrrad sicher zu bewegen.

• Beteiligung an der Gestaltung des Quartiesr ermöglichen, um Erfahrungen einzubringen und sich für die Nachbarschaftshilfe kennen zu lernen.

• Schaffung einer Übersicht (Kataster) über Gefahrenpunkte für die Zielgruppe, als Grundlage für Umsetzungsmaßnahmen.

Zielgruppe/n:

Zu der Zielgruppe gehören Menschen im Rollstuhl und Menschen die auf die Nutzung von Rollatoren (auch Kinderwagen) angewiesen sind, sowie Menschen mit leichter Gehbehinderung und ältere die das Fahrrad nutzen. Des Weiteren werden demenziell veränderte Menschen, und ältere Menschen aus dem Quartier zu der Zielgruppe gezählt.

Struktur des Projekts:

Die Projektorganisation wurde von Frau Buscher-Sander, die den AWO Treff bis 2019 hauptamtlich leitete, vorgenommen. Hierzu zählten Aufgaben wie: Die Kontakte zu den Akteuren erstellen, die Treffen und Begehungen organisieren und durchführen sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wurde sie von ehrenamtlichen Helfern aus dem AWO Ortsverein und den Besuchern des Treffs unterstützt. Herr Hill übernahm die Auswahl und Schulung der App und die Pflege der Webseite, sowie die Erstellung der Projektpräsentationen.

Projektablauf:

• 2017 erfolgte die Beantragung des Projektes und dessen Genehmigung sowie die Auswahl einer geeigneten App und Web-Karte.

• In 2018 wurde das Projekt öffentlich angekündigt. Daraufhin folgten viele Treffen mit Kooperationspartnern um Wissen zu sammeln und die Kriterien für die Begehungen zu erstellen. Zwischen April und September folgten Schulungen für die Begehungen, und insgesamt drei Begehungen mit variierenden Schwerpunkten. An den Begehungen nahmen verschiedenen Personen Teil. Unter Anderem: Betroffene die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, Vertreter des Bauamts und der Kreispolizei, Pressevertretern, sowie den Kooperationspartnern und Nachbarn. Auffälligkeiten wurden Dokumentiert und die Ergebnisse anschließend ausgewertet.

• Ab November 2018 fand eine gemeinsame Priorisierung der Ergebnisse mit der Stadt Mettmann statt. Im Dezember gab es eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse. Thematisiert wurden wichtige gefundene Hindernisse und die geschlossenen Pläne zu deren Behebung.

Marketing:

Neben den Bekanntmachungen in den Tageszeitungen, wurde vor allem auf die Verbreitung durch Multiplikatoren gesetzt, die sich innerhalb Ihrer Organisationen mit den Zielgruppen befassen. Dazu zählten: Der Runde Tisch für Seniorenfragen, Der Seniorenrat, Wir im Quartier (die Treffs in Mettmann). Die Öffentlichkeitsarbeit wurde weitgehend durch persönliches Ansprechen von Besuchern in unserem Treff realisiert. Flugblätter und Plakate wurden ebenfalls eingesetzt.

Evaluation:

Der Erfolg des Projektes ist in zwei Richtungen zu messen. Die Erste – die Formale - richtet sich daran aus ob die von Kreis Mettmann vorgegebenen Richtlinien und Kriterien erfüllt wurden damit die Fördergelder zugeteilt werden können. Die zweite Richtung ist der Erfolg des Projekts das die Verkehrssicherheit für unsere Zielgruppe verbessert hat. Hier messen wir ob die gefunden Hindernisse und Probleme beseitigt wurden. Die Evaluierung wird auch jetzt noch weiter vorgenommen und kommuniziert.

Stolpersteine:

Folgende Punkte haben sich als besondere Herrausforderungen herausgestellt:

• Passende App finden – Die Kosten für besonders gut geeignete Apps (Jahreskosten im mehrstelligen Bereich) müssen für mehrere Jahre tragbar sein. Wir haben Kompromisse beim Komfort geschlossen und konnten so eine kostenlose App finden.

• Stadtbegehungen planen – die erste Begehung haben wir viel zu weit geplant. Im Tross durch die Straßen und bei jeder Entdeckung eines Hindernisses dieses diskutieren und dokumentieren, erfordert weit mehr Zeit als gedacht. Insbesondere wenn ältere Menschen mitgehen kann die Dauer nur 1-2 Stunden betragen.

• Uhrzeit der Begehung – Wir hatten Glück das sowohl die Senioren als auch die Amtsträger mit unserer Zeitplanung tagsüber einverstanden waren. Hätten wir mehr Berufstätige gebraucht dann wäre dies nicht so möglich gewesen.

Erfolge:

Wie unter „Evaluation“ beschrieben gibt es zwei Richtungen für Erfolge: Die Kriterien des Kreis Mettmanns haben wir zu 100% erfüllt. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit erfordert in der Regel ein Budget und eine Planung. Hier dauern die Erfolgsprüfungen noch an. Es sind tatsächlich schon einige Hindernisse beseitigt worden die keinen solchen Aufwand erforderten. Erfolgreich war auf jeden Fall, das die Verwaltung des Kreis Mettmanns nun über viele Hindernisse und Gefahrenstellen Informiert ist und so tätig werden kann.

Technische Angaben

Eingesetzte Software:

Eingesetzte Software-Komponenten sind: Google MyMaps als App und ein Webseiten Plug-in.

Datenschutzaspekte:

Wir haben vermieden personenbezogene Daten zu erheben. Durch die Nutzung von Google My Maps gelten jedoch die Datenschutzbestimmungen des Anbieters.

Eingesetzte Drittanbieterkomponenten:

Drittanbieter-Komponenten die eingesetzt werden sind der Dienst Google MyMaps von Google Maps.

Geographische Lage

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

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Letzte Aktualisierung: 24. September 2019

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