„Gesunde Nachbarschaften“ im Rheinland gesucht

So lange wie möglich mobil und gesund in den eigenen vier Wänden leben – kaum denkbar ohne aufmerksame Nachbarn! Oft sind sie die ersten Ansprechpartner für ihre älteren Mitbewohner und deren Angehörige. Daher hat die AOK Rheinland/Hamburg zusammen mit dem bundesweiten Netzwerk Nachbarschaft die Aktion „Gesunde Nachbarschaften“ ins Leben gerufen. Beteiligt sind bereits 13 Nachbarschaften im Rheinland. Sie zeigen, mit was für kreativen Ideen sich Nachbarn untereinander helfen. Jetzt können sich weitere Nachbarschaften der Aktion anschließen.

Jeder Dritte der über 65-Jährigen lebt schon über 40 Jahre in seinem jetzigen Wohnumfeld. Im Rheinland zeigen 13 „Gesunde Nachbarschaften“ was sie tun, damit sich Jung und Alt in der Nachbarschaft rundum gut aufgehoben fühlen: Bei der „Dorfmasche“ – einer Initiative aus Neukirchen-Vluyn – treffen sich die Nachbarn zum generationen- und kulturenübergreifenden Stricken. Ein fünf Meter großes Strick-Tipi ist in Arbeit! Die „Zeittauschbörse“ in Bad Honnef vermittelt Babysitter an Einkaufshelfer und im Essener „Tanja-Ubländer-Haus“ unterstützen sich alleinstehende Mütter und Seniorinnen auf besondere Weise im Alltag. Ihre Erfahrungen geben die Nachbarn in Internet-Tagebüchern unter www.aok-gesunde-nachbarschaften.de weiter.

Vorträge und Kurse für neue Teilnehmer

Modelle für ein besseres Miteinander der Generationen sind gefragt. Und wenn sich Jung und Alt zusammentun, wird es kreativ – das zeigen die vielfältigen Projekte von „Gesunde Nachbarschaften“. Alle Beteiligten profitieren! „Wir werben für das Prinzip der Nachbarschaftshilfe und wollen ermuntern, diesen guten Beispielen zu folgen,“ sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Er weist darauf hin, dass die Hilfe untereinander kein Ersatz für die Pflegedienste sein darf. „Es gilt vielmehr darum, den Bedarf an professionellen Hilfsangeboten auszuloten und gezielt zu koordinieren“, so Wältermann. AOK-Experten vor Ort beraten die teilnehmenden Nachbarschaften individuell, bieten Vorträge zu gesunder Ernährung und Pflegeleistungen an, fördern Bewegungs- und Sportkurse in Nachbarschaften und beraten Nachbarn – auch zur Frage, welche Voraussetzung gelten, um Fördergelder für die Betreuung Älterer im Alltag zu bekommen.

Hier können Sie mitmachen!

Die erfolgreiche Aktion „Gesunde Nachbarschaften“ wird jetzt weiter ausgebaut. Alle Nachbarn im Rheinland – AOK-Mitglieder ebenso wie Versicherte anderer Gesundheitskassen – sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Interessierte Nachbarschaften können sich über Netzwerk Nachbarschaft (info@netzwerk-nachbarschaft.net) anmelden. Mehr Informationen und Berichte von den bereits gestarteten Nachbarschaften unter www.aok-gesunde-nachbarschaften.de.

(Text und Bild: Netzwerk Nachbarschaft)

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Daniel Hoffmann

Seit 1995 Mitarbeiter im Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln. Projektleiter des Forum Seniorenarbeit NRW und verantwortlich für den Themenschwerpunkt "Engagement älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft".
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