Dialogveranstaltung: Messenger in Sozialraum und Nachbarschaft für ältere Menschen

„Das Smartphone als Fernbedienung unseres Lebens“

Am 16. November trafen sich digital interessierte Ehrenamtliche aus unserem Arbeitsfeld im Rahmen der Dialogveranstaltung „Messenger in Sozialraum und Nachbarschaft für ältere Menschen“ in der ZWAR Zentralstelle in Dortmund.

DV Messenger

Der Kommunikationsberater Christian Müller (sozialpr.net) führte als externer Referent durch den Tag. In einem ersten Schritt zeigte er auf, was alles in kürzester Zeit in der digitalen Welt stattfindet – die zugängliche Informationsdichte ist deutlich gestiegen. Entgegen einiger Annahmen zeigen Studien, dass auch die Nutzung des Internets und weiterer digitaler Technologien durch ältere Menschen zunimmt.

In einem weiteren Schritt wurde sich dem Thema Messenger angenähert. Was sind Messenger und welche gibt es? Hier wurden beispielsweise Whats App, Threema und Telegram genannt.

Gemeinsam wurde die Frage erarbeitet, warum die Nutzung von Messengern zunimmt. Eine mögliche Antwort ist, dass die Kommunikation mittels Messenger als direkter und privater wahrgenommen wird. Um die Möglichkeiten der Nutzung von Messengern im beruflichen und institutionellen Kontext aufzuzeigen, stellte Herr Müller einige gelungene Praxisbeispiele vor. Möglichkeiten sind zum Beispiel den Messenger Whats App als Newsletter zu nutzen oder einen Erstkontakt mit der Zielgruppe in Form einer Beratungsnummer anzubieten.

Folgende Bedarfe können mit Hilfe von Messengertechnologien gedeckt werden:

  • Austausch in Gruppen,
  • Abstimmung und Koordination,
  • Informationsverteilung,
  • Terminerinnerungen,
  • Unterstützung/ Support für (technische) Fragen, Plattform für gegenseitige Hilfe
  • Wissensdokumentation,
  • Wissenstransfer bzw. Austausch und
  • Info-Hinweise.

Thema des Tages waren u.a. auch Aspekte des Datenschutzes. Wichtig ist, dass niemals sensible personenbezogene Daten mittels Messenger kommuniziert werden.

Der Experte betont die Unerlässlichkeit, an erster Stelle aller Umsetzungsideen ein Grundlagentraining zum Thema Messenger durchzuführen, um einen sicheren Umgang mit der digitalen Kommunikationsmöglichkeit zu fördern. Christian Müller benennt fünf Schritte, die das Etablieren einer Messengertechnologie im Sozialraum – auch mit älteren Menschen – ermöglichen:

  1. Schritt: Audit – Was ist der Ist-Zustand? Werden bereits Messenger genutzt?
  2. Schritt: Wozu werden Messenger aktuell gebraucht? Welchen Bedarf gibt es?
  3. Schritt 3: Was ist der akute Bedarf?
  4. Schritt 4: Welche Regeln brauchen wir?
  5. Schritt 5: Analyse des Erfolgs und bei Bedarf Anpassungen (nach spätestens 6 Monaten)

Christian Müller von sozialpr.net zeigte anschaulich Chancen und Grenzen von Messengern auf, ging auf Sicherheitsfragen digitaler Medien ein und skizzierte gemeinsam mit den Teilnehmenden Möglichkeiten, wie Messenger in eigenen Projekten mit geringen Ressourcen zielbringend eingesetzt werden können.

Die Teilnehmenden der Dialogveranstaltung haben die Möglichkeit gemeinsam mit Christina Müller und Mitarbeitenden des Forums Seniorenarbeit NRW in einem Onlineraum weiterzuarbeiten.

Weitere Informationen zu Christian Müller und sozialpr

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