D21 Studie – Sonderauswertung für Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Landesanstalt für Medien NRW haben in diesem Jahr im Rahmen des D21-Digital-Index eine Untersuchung zum digitalen Leben der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen durchführen lassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung liefern nun Zahlen und Fakten, die auch bei der Umsetzung der im April verabschiedeten Digitalstrategie der Landesregierung unterstützen.

In einer Sonderfrage wurden erstmals Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen an Medienkompetenzangebote erfragt. „So unterschiedlich die Selbsteinschätzung zwischen den verschiedenen Befragten auch ausfällt, zeigt sich doch, dass es den übergreifenden Wunsch gibt, beim Umgang mit digitalen Medien nicht alleine gelassen zu werden“, kommentiert Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.

Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und für Medien zuständiger Staatssekretär, sagt: „Wir bringen Medienkompetenz in Nordrhein-Westfalen „in die Fläche“ und wollen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Bildungsgrad erreichen. Dabei gibt es nicht das eine Angebot für alle, unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Bildungsbedarfe. Die Studie zeigt: Auch in Nordrhein-Westfalen wird im Netz mit Abstand am häufigsten in Suchmaschinen nach Inhalten und Informationen gesucht. Die kritische Beurteilung von Suchergebnissen und das Erkennen von Manipulationen in digitalen Medien, ist daher ein thematischer Schwerpunkt der Kompetenzangebote.“

Beide sind sich einig, dass die Studienergebnisse ein wichtiger Anhaltspunkt zur zielgruppenspezifischen Weiterentwicklung der Angebote seien.

Die Studie verdeutlicht: Auch in Nordrhein-Westfalen steigt die Internetnutzung (84 Prozent) und Geräteausstattung in allen Altersgruppen. Es wird aber auch deutlich, dass die digitalen Aktivitäten immer vielfältiger werden.
Die Sensibilisierung im Umgang mit digitalen Medien steigt erkennbar. Etwa im Hinblick auf die Weitergabe von persönlichen Daten ist bei allen befragten Bevölkerungsgruppen ein höheres Bewusstsein zu beobachten.
Interessant ist auch: Für viele ist das Bedürfnis nach gezielten „digitalen Auszeiten“ ein wichtiges Thema. 31 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen antworteten, dass sie in Zukunft gerne öfter bewusst „offline“ sein wollen.

Der D21-Digital-Index misst seit 2013 jährlich den Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung. Die Untersuchung zeigt detailliert den Umgang der Menschen mit der Digitalisierung und ihre Einstellung zu digitalen Medien und Entwicklungen. Als einzige Studie macht sie Aussagen zu Zugang, Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit der gesamten Bevölkerung ohne Altersbegrenzung. Thematische Schwerpunkte waren in diesem Jahr Smart Home, E-Health sowie Veränderungen der Arbeitswelt durch Digitalisierung.


Die Studienergebnisse für Nordrhein-Westfalen sind ab sofort auf der Seite der Landesanstalt für Medien NRW abrufbar.

Über den Digital-Index hat das Forum Seniorenarbeit NRW  bereits Anfang des Jahres einen Beitrag veröffentlicht.


(Quelle: Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien NRW)

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