Aktiv gegen Armut im Alter

Viele Menschen sind verunsichert und spüren ein Unbehagen angesichts der oft kontroversen politischen Diskussion über die Altersarmut in Deutschland. Stellt sie tatsächlich ein wachsendes Problem dar oder wird das Ausmaß dramatisiert? Werden die Ängste vor sozialem Abstieg, die schon weit in die Mittelschicht hineinwirken, durch Statistiken gefördert oder sind diese Ängste vielmehr ein ernstzunehmendes Alarmsignal für die soziale Stabilität unserer Gesellschaft?

In diesem Werkbuch werden die unterschiedlichen Formen von Altersarmut dargestellt. Sie kann sichtbar werden oder im Verborgenen existieren. Altersarmut ist nicht einfach zu messen und zu beschreiben. In der Wissenschaft, in der Politik und von den sozialen Verbänden und Einrichtungen werden zum Teil unterschiedliche Definitionen bei der Erfassung von Armut und ihrer Bekämpfung verwendet. Darin spiegeln sich vielfältige soziale, politische und ökonomische Positionen wider.

Die Landesseniorenvertretung will mit diesem Werkbuch ebenso wie mit unserem täglichen Wirken vor allem anderen dokumentieren, dass wir hinter den zweifellos wichtigen Daten und ihren wissenschaftlichen Interpretationen nie die Menschen vergessen dürfen, die täglich mit zum Teil extrem belastenden Lebenslagen zurechtkommen müssen. Ihre Geschichten und die Bilder aus dem wirklichen Leben in diesem Buch senden eine einfache Botschaft: Mitfühlen, verstehen, handeln – darauf kommt es an.

Die Landesseniorenvertretung NRW nutzt im Kampf gegen Altersarmut die ihr gegebenen gesellschaftspolitischen Möglichkeiten. Sie klärt auf und wird gegen die Folgen von Armut im Alter aktiv – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Ursachenbekämpfung von Altersarmut aber liegt nicht in der Hand ehrenamtlich engagierter Menschen. Diese muss auf allen Ebenen von Politik und Wirtschaft, im Bund, im Land Nordrhein-Westfalen und in seinen Kommunen, geleistet werden.

(Quelle:LSV-NRW)

2 Gedanken zu “Aktiv gegen Armut im Alter

  1. Armut und Einsamkeit sind in Diskussionen nicht lösbar und werden 2020 zum Gau, mit dem Werksbuch ist ein Fundament erkennbar.
    Muss Politik,Gesellschaft und Kirche die gemeinsame Nachhaltigkeit, Präventionsketten, Partizipationskultur und Vernetzung ganzheitlich in den biopsychosozialen Störfelder in der Landentwicklung neu entwickeln…partizitiv?
    Vorbeugen statt Nachbehandeln…
    Es braucht gegen Armut eine neue Struktur und ist erklärbar..Teilmodul
    Partizipationsethik in der Bildung, Ausbildung und Fortbildung bis 2030,so oft habe ich das Schweigen von Unternehmen, Kirche und Politik in der Armut für Lösungsansätze erlebt..Potenziale und Prozesse sind nicht ausgeschöpft ,wenn wir Einzeln reagieren, trotz fachlicher Kompetenz gemeinsam. Kooperationsfeindlichkeiten sind out..Und ein Werksbuch ist ein guter Anfang, wenn uns soziale Dörfer in Zukunft”Bürgerwerkstätten” in Partizipationshäuser (MGH) gewährt. Lösungskulturen -partizitiv-wird sich im Miteinander verändern..
    Ihr Kommunenpräventologe Willi Löhr

  2. Altersarmut ist z. Z. meistens weiblich. Aber auch die Männer Kommen. Die Lage wird durch die ungleichen Pensionen zu den Renten immer größer. Hier muss die Politik eingreifen ! Die Verhältnisse müssen denen in Österreich angepasst werden. Was dort möglich ist, muss auch bei uns eingeführt werden. Alle zahlen in den gleichen Topf. Auch Beamte und selbständige ! Wenn die jetzt regierende es nicht schaffen. Werden andere es leider machen. Mit welchen folgen ? Afd ???

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