Lernplattform in der Quartiersarbeit

Im Rahmen des ERASMUS + – Projektes GUTS (Generations Using Training for Social inclusion in 2020) waren das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein und das bbb Büro für berufliche Bildungsplanung jeweils für ein Lernprojekt verantwortlich, das die im GUTS Projekt entwickelten Prinzipien von innovativen, intergenerationellen und co-kreativen Lernarrangements aufnehmen sollte.

Das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein hat das Projekt „WohnQuartier 117 – WQ 117“ in Düsseldorf, bbb Büro für berufliche Bildungsplanung das Projekt „Draußen sein“ in Moers konzipiert und durchgeführt.

Daraus haben sich folgende Fragen ergeben:

  • Wie können wir die Erwachsenenbildungsarbeit unter dem Aspekt der Förderung eines zeitgemäßen Miteinanders der Generationen gemeinsam weiter entwickeln?
  • Was bedeutet Inklusion für die (Erwachsenen-)Bildungsarbeit? Stichwort: Generationen, Kulturen, Milieus …
  • Wo gibt es Erfahrungen mit inklusiver Bildungsarbeit?
  • Wie lernen Zielgruppen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund gemeinsam?
  • Wie müssen inklusive Methoden aussehen? Möglichkeiten, Grenzen …
  • Zugespitzt ließe sich darüber diskutieren, ob man sich nicht – langsam, aber sicher – zugunsten eines inklusiven Bildungsansatzes, von der „Generationen-Versäulung“ in der Bildungsarbeit (Kinder- und Jugendarbeit, Familienbildung, Seniorenbildung) verabschieden sollte.
  • Wie lassen sich jenseits von klassischen Kurs- und Seminarformaten innovative Lernarrangements entwickeln, die den Sozialraum, das Wohnumfeld als die unmittelbare Lebenswelt, als Lernort gestalten?
  • Wie können im Sinne inkludierender Bildungsarbeit Begegnungen, Aktivitäten und „Projekte“ initiiert und gestaltet werden, die die Interessen unterschiedlicher Gruppen und Milieus verbinden? Wo wird andererseits die vermutete Identifikation mit dem „gemeinsamen Sozialraum“ überstrapaziert – z.B. Was ist, wenn Junge und Alte partout nichts miteinander anfangen können, wenn Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Beeinträchtigungen (wie im „Draußen sein“ Projekt) eine so deutlich andere Wahrnehmung und Praxis von „Teilhabe im öffentlichen Raum“ haben als die wohlmeinenden Projektentwickler vorausgesetzt haben? Was ist zu tun, wenn wir die Sprache der Anderen (der Geflüchteten) nicht verstehen können?
  • Wie kann die „Selbstverständlichkeit“ von Begegnung, Austausch, Inklusion im Gemeinwesen mit erwachsenenpädagogischen Interventionen initiiert, inspiriert, gefördert und begleitet werden? Können/müssen wir „Nachbarschaft“ und „Keiner bleibt zurück“ und „Leben in Sorgenden Gemeinschaften“ wieder lernen? Und wenn ja, wie geht das?

Diese Fragen sollen sich im Rahmen einer Werkstatt und in einer Werkstatt bewegen. Format und Raum fordern dazu auf, mit unterschiedlichen „Werkstoffen“ und „Wertstoffen“ zu experimentieren und neue Bearbeitungsverfahren zu entwickeln und zu erproben. Dafür ist es wichtig, dass unterschiedliche Professionen zusammenkommen, damit möglichst viele Perspektiven eingenommen werden können. Deshalb lädt das bbb Büro für berufliche Bildungsplanung PädagogInnen, WissenschaftlerInnen unterschiedlichster Disziplinen, KünstlerInnen, StadtplanerInnen, Mitarbeitende aus der sozialen und aus der kulturellen Arbeit zur Zusammenarbeit ein.

Termin: Donnerstag, 30. Juni 2016, 10 bis 15.30 Uhr

Ort: Keywork-Atelier der Kunstschule Werksetzen, Bagelstraße 117, 40479 Düsseldorf

Anmeldung:

Dieter Zisenis: zisenis@bbbklein.de
Büro für berufliche Bildungsplanung

Schreibe einen Kommentar

schliessen