Mit „Heimat to go“ und „Camp 66“ die Zukunft in der Seniorenarbeit gestalten!

Rückblick auf die 4. Herbstakademie 2015

„Zuhause im Quartier: gestern – heute – morgen“: so lautete der Titel der diesjährigen Herbstakademie, die am 20. und 21. Oktober 2015 in Münster stattfand. In 21 Workshops und einem anschließenden Barcamp diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Möglichkeiten der  Öffnung und Gestaltung von Nachbarschaften und nahmen die vielfältigen Bedeutungen von Heimat in den Blick. Dies vor allem vor dem Hintergrund des sich zuhause Fühlens in einer schnelllebigen Zeit und globalisierten Welt.

Die 4. Herbstakademie des Forum Seniorenarbeit NRW setzte mit gelungener Mischung aus Informieren, Austauschen und (Kennen-)Lernen das erfolgreiche Veranstaltungsformat der letzten drei Jahre fort.

Mehr als 140 haupt- und ehrenamtliche Teilnehmende

aus der Senioren-, Engagement und Quartiersarbeit

Zur Herbstakademie in diesem Jahr waren fast 140 Ehren- und Hauptamtliche aus der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit und den Engagementfeldern älterer Menschen gekommen. In diesem Jahr waren zum ersten Mal Quartiersmanager/innen aus ganz Nordrhein-Westfalen dabei, um konkrete und praxisnahe Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über zukünftige Entwicklungen nachzudenken.

Nachbarschaften gestalten und öffnen

Das Quartier, die unmittelbare Nachbarschaft ist der Lebensraum, wo sich das alltägliche Leben abspielt, vor allem wenn die Lebenskreise kleiner werden. Welche Möglichkeiten die Nachbarschaft bietet, um in der vertrauten Umgebung selbstbestimmt leben zu können, stand im Fokus der vierten Herbstakademie. Gemeinsam mit den unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren wurde diskutiert, wie Nachbarschaften gestaltet werden können oder wie ein Gefühl von sich „zu Hause“ wieder gestärkt werden kann.

„Wohl zu Hause“ sorgt für möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung

Für 20 Euro pro Monat und Kilometergeld für Fahren können Ältere und alte Menschen in Plettenberg sich im Alltag unterstützen lassen, beispielsweise mit Einkaufs- und Fahrdiensten, mit Begleitungen zum Arzt bei Arztbesuchen oder mit dem Hinbringen und Abholen zu Veranstaltungen. Dafür sorgt das Projekt „Wohl zu Hause“, das beim Plettenberger Runden Tisch „Zufrieden zu Hause – gegen Einsamkeit und Isolation im Alter“ entstanden ist. Dieser Runde Tisch ist einer von insgesamt drei Tischen, die im Gesundheits- und Pflegenetzwerks „Gemeinsam für mehr Lebensqualität“ in Plettenberg-Herscheid entstanden ist.

Gelebte Nachbarschaft in Ibbenbüren

Es gilt bei der Quartiersentwicklung auf Gemeinsamkeiten zu bauen und mittels gemeinsamen Interessen Brücken zwischen den Menschen in der Nachbarschaft zu bauen. Schritt für Schritt und Stein für Stein. Dies sind nicht nur die Erfahrungen der Ibbenbürener Begegnungsstätte für Ausländer und Deutsche. So gelinge es beispielsweise beim gemeinsamen Essen und Trinken viel einfacher, die Menschen für ihr Quartier und für das zu interessieren, was dort passiert und passieren kann, machte Ralph Jenders, Geschäftsführer „Begegnungszentrum in seinem Workshop zusammen mit Dinah Igelski Paritätische Akademie NRW deutlich.

Hilfe leisten statt Miete zahlen

Die einen suchen bezahlbaren Wohnraum, die anderen haben ihn und wollen kleine Hilfen oder Gesellschaft. „Wohnen für Hilfe“ – ein Ansatz – der vor allem in Studienstädten in den letzten Jahren wieder zu neuer Hochkonjunktur gelangt ist. Die Studierenden wohnen „mietfrei“, leisten pro Quadratmeter Wohnraum eine Stunde Hilfe im Monat. In Köln unterstützen Heike Bermond und Sandra Wiegeler bei der Suche nach den passenden Wohnpatenschaften. Das Konzept kann funktionieren, wenn beide Seiten realistisch sind und mit Augenmaß handeln. Und natürlich muss das zwischenmenschliche stimmen, betonten die beiden Vermittlerinnen aus Köln.

Nachbarschaften für Flüchtlinge öffnen

Geflüchtete Menschen willkommen zu heißen, bedeutet Ihnen erste Hilfe beim Ankommen anzubieten, beispielsweise mit Mentorenschaften, Begleitung zu Ämtern und Ärzten, Stadtspaziergängen oder mehrsprachigem Infomaterial. Das Einleben wird u.a. unterstützt durch Sprachförderung, Fahrradwerkstätten, interkulturelle Gärten, Spielebusse und vielem mehr, erläuterte Gabi Klein von der Kölner Freiwilligenagentur. Im Rahmen des Forums für Willkommenskultur“ unterstützt die Kölner Freiwilligenagentur zusammen mit dem Kölner Flüchtlingsrat die Kölner Willkommensinitiativen.

Die ehrenamtliche Arbeit im Flüchtlingsbereich ist herausfordernd. Dies liegt zum einen in der aktuellen Situation begründet: In kurzer Zeit kommen viele geflüchtete Menschen in die Kommunen, die darauf nicht vorbereitet sind. Statt nachhaltiger Projekte werden oft Notlösungen entwickelt, die – wie z.B. durch Unterbringung in überfüllten Zelten – belastend für alle Beteiligten sind. Dazu kommt die Konfrontation mit den Themen Flucht, Traumatisierung, Ohnmacht oder Unsicherheit bezüglich des Aufenthaltes in Deutschland.

Nachbarschaftsarbeit mit ihren unterschiedlichen Bausteinen bietet grundlegende Orientierung und kann in diesem Zusammenhang entlasten, unterstrich Annette Scholl, Nachbarschaftsexpertin im Forum Seniorenarbeit NRW. Dies bestätigte auch Zenagabriel Tekle im Workshop. Ihm half die die Offenheit und das Interesse der Kölnerinnen und Kölner, in Köln anzukommen. Inzwischen ist er selbst als Freiwilliger in der Initiative HEBRET – einer Initiative für eritreische Flüchtlinge – aktiv.

Auf Heimat-Spuren-Suche …

Auf der 4. Herbstakademie ging es auch um HEIMAT oder Heimaten, auch wenn es diesen Plural im Deutschen (noch) nicht gibt. Die Aktualität von Heimat gründet sich in der stärker oder vielleicht nur offensichtlich werdenden Sehnsucht nach Bestand, Zugehörigkeit und Identitätsstiftung in einer rasant komplexer werdenden Gegenwart im globalen Ausmaß.

Heimat ist ein kulturell bedeutsamer Begriff mit unendlichen Facetten und Assoziationen und daher auch keiner mit einheitlicher Definition. Es lassen sich aber vier Dimensionen von Heimat erkennen: Räumlich – Zeitlich – Sozial – Kulturell. Ergänzt müssten diese vier Dimensionen von Heimat um Emotionen, Sinn und Spiritualität, machte Barbara Eifert, wissenschaftliche Begleitung der Landesseniorenvertretung NRW, Forschungsgesellschaft für Gerontologie (FFG), in ihrem einführenden Impuls zu „Was ist Heimat?“ deutlich.

In verschiedenen Workshops gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Spurensuche und haben Antworten gefunden:

Heimat ist ein Gefühl?

Wenn Heimat ein Gefühl ist, wie entsteht es? Wie festigt es sich und wodurch? Wie viele Überraschungen hält es aus oder welche dieser Gefühle können auch persönlichen Schaden verursachen? Kann das erlebte Gefühl von beheimatet sein, in sich und mit anderen und auch an Orten, gestärkt oder gefestigt werden? Und wenn ja, wodurch?

Dann beginnt darüber ein Austausch in kleinen Gesprächsrunden im Workshop „Heimat ist ein Gefühl?“. Mehrheitlich wird verdeutlicht, dass sich Heimat als Gefühl realisiert. Auch wird beschrieben, dass Heimat an Ritualen, Menschen und Handlungen erfahrbar wird. Am deutlichsten tritt hervor, dass sich ein Heimatgefühl zeigt, wenn Menschen sich so zuwenden, dass Vertrauen ermöglicht wird und Beheimatung als Prozess beginnt, fasst Anne Remme, Mitarbeiterin der ZWAR Zentralstelle NRW in Dortmund, zusammen.

Bruno Beyersdorff vermittelte einen persönlichen Einblick in seine 16 Jahre gelebte ZWAR Netzwerkgestaltung, mit dem Ausgangspunkt im Quartier Münster-Kinderhaus. Als ich noch im Beruf stand, fuhr ich am Wochenende immer ins Emsland. Kannte wenige in Münster. Wenn ich heute über den Platz in Kinderhaus gehe, kennen mich und kenne ich so viele unterschiedliche Menschen, dass es Spass macht hier meine Heimat zu haben.“

Karl Heinz Roger, Engagierter im 2012 gegründeten ZWAR Netzwerk Münster-Hiltrup, las er mit seiner Frau vor drei Jahren von der ZWAR Netzwerkgründung in der Presse. Beide nahmen den Anreiseweg vom Wohnort Ascheberg in Kauf. „Ich war ja ein Fremder in Hiltrup, kannte niemanden. Das ist jetzt sehr anders. Das gibt mir ein Gefühl der Verbundenheit und Zugehörigkeit, obwohl ich ja nicht hier im Ortsteil wohne. Das war und ist eine tolle Überraschung.“

Heimatlieder vergisst man nicht

Heimatlieder sprechen Gefühle an. Dies gilt für traditionelle wie „Kein schöner Land“ oder „Ännchen von Tharau“ wie auch für neue Heimatlieder – Bochum oder Viva Colonia. Heimatlieder gibt es bis in die kleinsten Einheiten – beispielsweise das Drubbel-Lied aus Münster. Je übersichtlicher der besungene Ort umso höher die Chance zur Identitätsstiftung. Viele Stadtteile oder Nachbarschaften haben inzwischen ihre „Hymnen“. Daher drängt es sich nahezu auf, Lieder in die Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit einzubeziehen, denn sie unterstützen die Identitätsstiftung, fördern ein Gemeinschaftsgefühlt und schaffen „sinnliche“ Erlebnisse und nicht nur Kopfarbeit, machte Manfred Kehr von der Leitstelle „Älter werden“ in Ahlen klar.

Von Heimat zeugen

Die Zeitzeugenbörsianer aus Bielefeld und Paderborn hatten vor der 4. Herbstakademie den Versuch gestartet, dem Begriff der Heimat auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was für sie Heimat ist. Von Zeitzeugen wurde als Heimat genannt:

  • der Geburtsort oder sogar noch konkreter die Straße oder das Haus, in der man geboren wurde,
  • die territorial unabhängige Anwesenheit vom Partner oder der Familie bzw. dem sozialen Umfeld sowie
  • Gefühle von Wohlbefinden, Sicherheit und Meinungsfreiheit.

Nach Ansicht der Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen Mitte 20 und 80 Jahren wird das Heimatgefühl u.a. durch Familie/Elternhaus, Landschaften und Muttersprache ausgelöst, während es durch Mitmenschen, Krieg, Vertreibung, Bräuche und Gerüche/Düfte geprägt wird. So lautete die kurze Zusammenfassung der Impulsgeberinnen des Workshops Christa Riedel von der Zeitzeugenbörse Paderborn, Bielefeld und Ostwestfalen und Annika Schulte von der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen.

Kulturarbeit mit Älteren auf dem Land und in der Stadt

Besonderes Merkmal des Theaterprojektes „HeimArt – Wurzeln, Käfig , Flügel“ des Mehrgenerationenhauses ist die intergenerationelle Kulturarbeit im ländlichen Raum. Alt und Jung setzten sich via Theater, Tanz, Video und einer Schreibwerkstatt mit dem Thema „Heimat“ auseinander. Als Ergebnis entstand eine multimediale Collage, die in mehreren Aufführungen präsentiert wurde. Das Projekt konnte deutlich machen, welche Chancen auch in der Kulturarbeit im ländlichen Raum liegen. Magdalena Skorupa, u.a. zuständig für den Förderfond Kultur & Alter, betonte, dass nach der ersten finanziellen Unterstützung durch Kubia (Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter) das Mehrgenerationenhaus mit lokalen Sponsoren HeimART II an den Start bringen konnte.

Im BarCamp bestimmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Themen

Am 2. Tag der Herbstakademie hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Themen und Anliegen, die ihnen besonders am Herzen liegen, in einem kleinen Kreis zu diskutieren. Forum Seniorenarbeit NRW stellte ihnen dafür Raum und Zeit zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmten den Inhalt und gestalteten den Austausch. Jedes Thema hat seine Berechtigung. Es gab kein richtig oder falsch. Und sie mussten auch kein Experte bzw. keine Expertin für ihr Thema sein.

In 7 Barcamp-Einheiten – sogenannten Sessions – standen folgende Themen auf der Agenda:

  1. Trotz Anstrengungen Energie im Alltag tanken – Wie gelingt das?
  2. „Unser virtuelles Quartier“
  3. Zeitvorsorge Köln e.V. – Wie kann mehr Interesse für diese Kooperationsform geweckt werden?
  4. Camp 66 – Zeltlager für Menschen ab 66 Jahren
  5. Nachbarschaft auf dem Land – Welche konkreten Möglichkeiten gibt es?
  6. Nachbarschaft in der Stadt – Welche konkreten Möglichkeiten gibt es?
  7. Mit Spaß an Geld – Monika Lang
  8. Lust und Frust mit Projekten in der Seniorenarbeit

Umfangreiches Programm durch zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer

Ohne die freiwillige Mitwirkung vieler ehren- und hauptamtlicher Mitarbeitender in den Organisationen, Kommunen und Projekten ist eine derartig umfangreiche Veranstaltung mit einem 2-Tages-Programm nicht möglich! Besonderer Dank gilt vor allem den Kooperationspartnerinnen und –partnern des Forum Seniorenarbeit und allen, die durch ihre spontane Mitwirkung zum Gelingen beigetragen haben.

Bei der Herbstakademie sind die Pausen ebenso wichtig wie das Akadademie-Programm. So gibt es ein sogenanntes kulturelles Begleitprogramm, das sich wie ein roter Faden durch das Programm der Herbstakademie zieht:

Ausstellung „Wir gestalten Heimat“

Nachdem bei den bisherigen Akademien der Tanz und das Theater im Mittelpunkt standen, war bei der vierten Herbstakademie das gemeinsame kreative Schaffen angesagt: „Wir gestalten Heimat.“ Eine Ausstellung, die Lust auf die verschiedenen Facetten Heimat machte!

Am Abend des ersten Akademietages gab es ausreichend Zeit, die Ausstellung gemeinsam vorzubereiten, die Ausstellungsstücke zu gestalten und ins besondere Licht zu rücken. Wie es zu einer Vernissage gehörte, wurde die Ausstellung mit Einführungsworten und einem anschließenden Umtrunk eröffnet.

Herbstakademikerinnen und –akademiker, die Lust dazu hatten, bereicherten die Ausstellung mit ihren Ideen, brachten Materialien wie Fotos, persönliche Erinnerungsstücke, Texte, Gedichte eine Ausstellung, Musikstücke und Rezepte für Gerichte mit. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Frei nach dem Motto „Raus aus dem Kopf und hinein ins Erleben mit allen Sinnen“.

Geführte Meditation „In mir beheimatet …“

Am Mittwochmorgen bestand die Möglichkeit, ab 9 Uhr den Tag mit einer geführten Meditation zu beginnen. Diesem Angebot von Anne Renne von ZWAR gingen zahlreiche Teilnehmende der Herbstakademie – mehr als erwartet – nach, die das Bedürfnis nach einem ruhigen Einstieg in den zweiten Tag der Herbstakademie verspürten.

Sie hatten dabei die Möglichkeit, sich in ruhiger Nachbarschaft zu sammeln, erfahrene Aspekte des ersten Akademie-Tages zu verorten, um sich entspannt und frisch dem zweiten Tag zuzuwenden.

Highlight zum Abschluss

Elfriede Möllenbaum – Stadtführerin und Talkmasterin in Münster  – war der besondere Gast zum Abschluss der 4. Herbstakademie. Sie ist Jahrgang 34, rheinische Frohnatur und rüstiges Multitalent. „Wer mich noch nicht kennt, der muss mich kennenlernen!“ So ihre eigene Einschätzung von sich. Die gebürtige Kölnerin, die der Liebe wegen nach Münster gezogen ist, hat ihr Herz am richtigen Fleck und ist nicht verlegen, von ihren Alltagserfahrungen zu berichten. Zum Abschluss gab Elfriede Möllenbaum ihren persönlichen „Senf“ zu Nachbarschaft, Quartierskümmerer und Heimat und ermöglichte gleichzeitig ein Bauchmuskel-Training.

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Fotogalerie der 4. Herbstakademie

4 Gedanken zu “Mit „Heimat to go“ und „Camp 66“ die Zukunft in der Seniorenarbeit gestalten!

  1. Die Zukunft der Seniorenarbeit, hat eine dritte Antwort:
    Biopsychosoziale Prävention im Quartier. Das“Ganzheitliche“ wird zur Förderung des Quartiers und beinhaltet drei feste Grundsäulen:

    1. Natur mit Umwelt
    2. Das Seelische, das Unbekannte im „Ich“ braucht Transparenz, Offenheit und Vertrauen und steht unter der sozialen Gesundheitsentwicklung im Quartier. Ohne Ängste, mit Selbstwert und das Mitgefühl im Quartier schaffen neue Ressourcen und Potentiale!
    3. Das alte Sozialbild wird sich verändern und fordet ein Umdenken in den neuen sozialen und alten Präventionsketten in der frühen Hilfe, latente Armut, Seniorenarmut und Neu“Energiearmut“ im Alter und im Jugendbereich!
    Der demografische Wandel, pardon der gesellschaftliche Wandel, soziale und gesundheitliche und präventologische Wandel ist nur herbeizuführen, wenn wir bereit sind, das alte Sozialsystem zu verändern.

    Das ist die größte Herausforderungen im 21.Jahrhundert und dauert 1 Jahrzehnt!
    Persönliche Forderung:
    Offenheit, Mut und den Willen“Veränderung zu wagen“, das Alte loszulassen und das“Neue“ als Zukunft und Überraschung zu sehen!
    Die Menschen im Quartier 2020 biopsychosozial in der“Ganzheitlichkeit“ begleiten zu können, braucht aber viel mehr!

    „Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“ Gerald Hüther

    Das haben wir in der 4. Herbstakademie beobachten können, kleine Zellen, kleine Anfänge kleine Synapsen (Verbindungen) und die zukünftigen Netzwerke im Quartier!

    Sogar mit Fehler und in den Aufgaben auch mal zu versagen. Neu zu beginnen und die Veränderungen mit Mut zu begegnen.
    Scheitern

    „Ich kenne keine Angst vor dem Scheitern. Menschen, die nie gescheitert sind, werden es im Leben zu nichts bringen. Es geht nicht nur darum, geschäftliche Ziele zu erreichen, sondern auch die Persönlichkeit entwickeln. Dazu musst du auch einmal hart aufschlagen. Ich bin ein paar Mal gescheitert, und jedes Scheitern hat mich im Leben enorm weitergebracht. Wenn man Kinder erzieht ist die wichtigste Aufgabe, ihnen Mut zu machen, dass man auch scheitern darf.“ Zitat: Werner Lampert

    Die Zitate kann ich von Herrn Lambert nur bestätigen, wir dürfen scheitern und auch wieder aufstehen. Wir dürfen Ziele verfehlen, wir dürfen unsere Schwächen in der Gesellschaft zeigen. Was wir nicht dürfen: „Es passiv hinnehmen und in die Resignation verfallen.
    Auch wenn der Begriff “Wüste“ auftaucht, aber das Füreinander/Miteinander kennt die Lösung. Das wollen wir neu lernen. Jeder Widerstand kann eine Motivation zur Bugwelle des Erfolges werden.
    Wer leicht leben will, wird es schwer haben!
    Wer es schwer hat und darin wächst, wird es leicht haben!.
    Zitat: Willi Löhr
    Das biopsychosoziale Quartiersmodell geht davon aus, dass Biologisches, Psychisches und Soziales nicht eigenständig sind, sondern Teile eines verflochtenen Ganzen darstellen, welche interagieren! Dass habe ich beim „KDA“ als „Punktlandung“ beim Vortrag von A. Diaz erlebt, nach dem Vortrag von Herrn Diaz zeigt sich neue Hoffnung in der Entwicklung 2016!
    Vortrag neue Heimat!
    Vortrag am 21.10.2016 in Münster von Antonia Diaz-Landesintergrationsrat NRW Mit Mitgefühl in die Neue Heimat!
    Der Transparenz gehört die Zukunft

    Transparente Herkunft, gesicherte Qualität – der ganzheitliche Ansatz von „Zurück zum Ursprung“ wird in Zukunft ein bestimmender Faktor der Gesundheit* sein. In 20 Jahren wird es keine Lebensmittel mehr geben, die nicht transparent sind. Denn das steht den Konsumentinnen und Konsumenten zu, es ist ihr Recht. Was wir unter biologischer Landwirtschaft verstehen, ist eine ganz neue Qualität. Mit „Zurück zum Ursprung“ leben wir Bio in seiner reinsten Form. Zitat Werner Lampert

    *und gesundheitliche, soziale Prävention sein. In zwanzig Jahren muss uns die Umwandlung gelungen sein, sonst wird das System unbezahlbar sein. Willi Löhr

    Brauchen wir nicht innere neue Heimat um Quartiere, Stadtteile und Regionen gestalten zu können?
    1 Impuls zum Nachdenken!

    Prof. Lorig (DLKG) sagte 2014 zu mir: “Dörfer entstehen in den Köpfen von Menschen im Quartier! Was ein Mensch an Vision mitbringt, ist beim „Anderen“ oft nicht vorhanden. Es liegt an der Lebensbiographie des Menschen! Bei einem Menschen ganz wenig und beim „Anderen“ ganz gewaltig!
    Wenn Ihr Teilkonzept für soziale Städte, gesunde Dörfer in den Köpfen der Menschen ist und wirklich in der Region, im Quartier und beim Einzelnen wirkt, sind wir beide tot. Aber irgendwann müssen wir umdenken und „Neu“ gestalten, denn sonst wird das „Morgen“ zum Mittelalter!
    Danke für die einzelnen Lernmodule des sozialen Quartiers von Daniel und Annette und ich schätze beide Menschen, als sehr wertvoll für die Gesellschaft in der Nachbarschaftsentwickung und Senioren im Alter!

    Aber sollen wir im „Quartier“ nicht alle wertvoll werden, davon sind wir weit entfernt, oft auch durch falsche Interessen in den Ego – Einzelgänger“ ohne Mitgefühl für den“Anderen.“?
    Aber, wie lange wollen wir noch trennen und warten?
    Wer Lebenszeit nicht als Lebenssinn betrachtet, wird auch den Demographiewandel als Lebensprozess nicht erkennen. Demographiewandel, das heißt Gesellschaftswandel, braucht Zeit und Lebensführung mit Herz.
    Und eine persönliche Verantwortung für unsere Generationen, unsere Kinder,unser Enkel…
    Verantwortung

    „Viele gehen heute in der Wirtschaft vollkommen rücksichtslos vor. Privat zeigen diese Leute große Verantwortung, machen soziale Projekte in aller Welt. Doch das Wirtschaftsleben bleibt von Verantwortung total ausgeklammert. Das ist das Problem der heutigen Zeit. Wir erleben uns nicht als ganzen Menschen, sondern als Menschen mit unterschiedlichen Funktionen.“ Werner Lampert

    Wir sind nicht mehr analog, sondern digital eingestellt! Von der menschlichen Biologie/Gene unmöglich und für ein Leben in Zukunft auf einen gesundheitlichen, sozialen Zusammenbruch eingestellt. „Biopsychosozale Quartiere, Kompetenz und Prävention mit ALLEN brauchen wir dringend!
    LiGmAA -Leben in Gemeinschaft mit allen, aber bestimmt keine PEGIDA!!
    Mit lieben Grüßen
    an alle wunderbaren Teilnehmer für die Bereitschaft zum Generationswandel 2020
    © Willi Löhr (*1954), Demografieexperte, Präventologe

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