Ideenwettbewerb Kooperation Ruhr „Demografischer Wandel als Fortschrittsmotor“ gestartet

Der Wettbewerb: Ideen und Kooperationen schmieden

Die Herausforderungen des demografischen Wandels werden lösbar, wenn man sie als Chance begreift. Die Essener Brost-Stiftung hat heute mit ihren Partnern, dem Regionalverband Ruhr und dem Bistum Essen, zum Wettbewerb „Demografischer Wandel als Fortschrittsmotor“ aufgerufen.

Bewerben können sich Kreise und Kommunen sowie deren Dezernate, Ämter, Forschungsinstitute, Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen (Kategorie A) sowie gemeinnützige Vereine, Verbände, Stiftungen und Bürgergruppen (Kategorie B) innerhalb der 53 Kommunen, der vier Kreise oder in einer Nachbar-Kommune im Umkreis von 15 Kilometern um das Ruhrgebiet. Der Wettbewerb startet offiziell am 1. März 2015. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2015. Als Preisgeld winken insgesamt 90.000 Euro.

Die Absicht der Partner: Neue Wege und mehr Miteinander

Um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen, braucht es neue Konzepte und Bündnisse zwischen den gesellschaftlichen Institutionen, Kommunen und privaten Unternehmen. Diese möchte die Essener Brost-Stiftung mit dem diesjährigen Ideenwettbewerb Kooperation Ideenwettbewerb Kooperation RuhrRuhr fördern und legt dabei den Schwerpunkt bewusst auf die Jugend- und Altenhilfe. „Wir starren nicht auf den drohenden Generationenkonflikt, wir suchen nach neuen Wegen für ein entspanntes Miteinander. Das Ruhrgebiet ist reich an Erfahrungen, Kräften und Ideen. Die gilt es zu bündeln und zu fördern. Am Anfang steht oft der Einzelkämpfer. Der braucht die Hebelwirkung der Gemeinschaft, um mit seiner Idee in die Breite zu wirken“, fasst Prof. Bodo Hombach, Vorstandsmitglied der Brost-Stiftung, die Idee hinter dem Wettbewerb zusammen.

Über Grenzen hinweg: Brost-Stiftung Bistum Essen und RVR ziehen an einem Strang

Nach dem Willen ihrer Gründerin Anneliese Brost fördert die Brost-Stiftung kooperative Projekte, die mutig in die Zukunft weisen, indem sie das Miteinander und die zupackende Selbsthilfe in den Vordergrund stellen. In dem Wettbewerb geht es um praktische Ideen und gute Beispiele, um mit dem demografischen Wandel positiv umzugehen. Den Wettbewerb ruft die Stiftung dabei zusammen mit ihren Partnern, dem Bistum Essen und dem Regionalverband Ruhr, aus. Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbands Ruhr und Schirmherrin des Wettbewerbs, unterstrich in einer Videobotschaft die Wichtigkeit der Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg: „Wir suchen neue Kooperationen, die unsere Region stärken. Dabei ist es wichtig, auch über kommunale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Die demografische Entwicklung ist eine wichtige Zukunftsfrage in unserer Region und verlangt, dass wir unsere Kräfte bündeln.“

Kraftvoller Unterstützer des Wettbewerbs ist die katholische Kirche im Bistum Essen. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck unterstützt das Projekt als Schirmherr. Als Ansprechpartner fungiert die Katholische Akademie DIE WOLFSBURG, die mit Know-how und Erfahrung das Projekt begleitet. Die Preisvergabe wird voraussichtlich im Herbst 2015 in der Wolfsburg stattfinden. Akademiedirektor Dr. Michael Schlagheck freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit: „Das Thema ist uns vertraut, die Problemlagen sind uns bekannt. Leider gibt es für viele Fragen noch keine Lösungen. Der Wettbewerb aktiviert das Wissen und den Ideenreichtum der Menschen an der Ruhr. Wer neue Formen der Kooperation sucht, findet sicher auch neue Perspektiven. Das wird den Wettbewerb spannend machen.“

Wissenschaft sieht Zukunftschancen

Der Bochumer Soziologie-Professor Rolf Heinze stellte fest: „Der demographische Wandel und insbesondere die Alterung der Gesellschaft stellen nicht nur eine Belastung für die Gesellschaft dar, sondern haben Potentiale und schaffen auch neue Wachstumsfelder.“ Die sieht Heinze gerade im Bereich der Gesundheitswirtschaft oder in der Neugestaltung der Städte. Prof. HeinzeAußerdem wachse derer individuelle Aktivitätsspielraum der Älteren. Eine neue Aufgeschlossenheit gegenüber Informations- und Kommunikationstechnologien und eHealth begleitet den Wandel. „Ältere werden zukünftig Smartphones und Tablet-PCs selbstbewusster nutzen“, so Heinze, das brächte neue Möglichkeiten der individuellen Kooperation.

Kategorien und Preise

In beiden Kategorien geht es um Projekte, die den Brückenbau zwischen den Generationen vorantreiben. In der Kategorie A können sich Kreise und Kommunen, deren Dezernate und Ämter sowie Forschungsinstitute, Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen bewerben. Kategorie B richtet sich an gemeinnützige Vereine, Verbände, Stiftungen und Bürgergruppen, die zum Beispiel im Sozialwesen, in der Alten- und Jugendhilfe oder im Bereich der Altenbetreuung tätig sind. Entscheidende Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Bewerber ihren Standort innerhalb der 53 Kommunen, der vier Kreise oder in einer Nachbarkommune im Umkreis von 15 Kilometern um das Ruhrgebiet haben. In jeder Kategorie werden die ersten drei Plätze prämiert (Preisgeld insgesamt: 90.000 Euro):

Preisgelder Kategorie A: Platz 1: 30.000 Euro / Platz 2: 20.000 Euro / Platz 3: 10.000 Euro
Preisgelder Kategorie B: Platz 1: 15.000 Euro / Platz 2: 10.000 Euro / Platz 3: 5.000 Euro

Der Wettbewerb startet offiziell am 1. März 2015. Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2015. Eine namhafte Jury entscheidet im Spätsommer, welche sechs Kooperationsideen prämiert werden. Bei der Preisverleihung im Herbst 2015 werden die Sieger bekanntgegeben.

Mit dem diesjährigen Wettbewerb folgt die Brost-Stiftung der Initiative „Kooperation Ruhr – Den Wandel gestalten“, die 2012 mit großem Erfolg vom Initiativkreis Ruhr und der RAG-Stiftung durchgeführt wurde.

Homepage der Brost-Stiftung

(Foto: Brost-Stiftung)

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