Startschuss zum QuartiersNETZ Gelsenkirchen

Am 27. Oktober 2014 startete das QuartiersNETZ Gelsenkirchen mit einer großen Auftaktveranstaltung im Hans-Sachs-Haus.

Das breit aufgestellte Projektkonsortium aus Generationennetz Gelsenkirchen, der FH Dortmund, der Universität Vechta, dem Forschungsinstitut Geragogik , der Caritas Gelsenkirchen u.a. präsentierte das Vorhaben der interessierten Öffentlichkeit.

In den kommenden vier Jahren (Projektlaufzeit) wird es insgesamt 67 Workshops und 7 Konferenzen geben um dem partizipativen Anspruch des Projekts gerecht zu werden und den Transfer in die Praxis (auch außerhalb der Modellregion) zu gewährleisten.

Ältere entwickeln gemeinsam mit verschiedenen Akteuren ein für alle Generationen lebenswertes Quartier inklusive unterstützender Technik

Beginnend mit dem Masterplan Senioreninnen und Senioren aus dem Jahre 2005 wird seitdem mit vereinten Kräften und im Rahmen des Generationennetzes Gelsenkirchen e.V. daran gearbeitet, dass Ältere die Stadtgesellschaften mitgestalten können und Unterstützung dabei erfahren, in ihrem Stadtviertel gut alt werden zu können. Dabei sind Generationensolidarität und Beteiligung leitende Prinzipien der Arbeit. Das Generationennetz nimmt seit einiger Zeit in Gelsenkirchen verstärkt die Entwicklung auf der Ebene des Stadtteils in den Fokus: In einigen Quartieren vernetzt es mit Partnern vor Ort verschiedene Akteure, bündelt Ressourcen, schafft Beteiligungsgelegenheiten und Mitgestaltungsmöglichkeiten, damit Menschen unterschiedlichen Lebensalters in ihrem Quartier gut leben und alt werden können. Dazu gehört auch, bestehende Nachbarschaften zu unterstützen, sorgende Gemeinschaften neu zu initiieren oder ungewöhnliche Kooperationen zu suchen.

Durch das mit vier Millionen Euro geförderte, vierjährige Forschungsprojekt QuartiersNETZ erhält diese Entwicklung nun einen großen Schub. Das Projektkonsortium – Wissenschaftler und Praktiker verschiedener Disziplinen und Bereiche – entwickelt in vier Stadtteilen Gelsenkirchens, die exemplarisch für die Region Ruhrgebiet stehen, Netzwerke, die Unterstützung bei Hilfebedarf, Mitgestaltung an der Stadtgesellschaft und Zusammenarbeit verschiedener Akteure ermöglichen und sicherstellen. Dabei soll dem sehr unterschiedlichen Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner Rechnung getragen werden, indem sie als Expertinnen und Experten in eigener Sache in allen Phasen des Projektes in die Entwicklung einbezogen sind. Die real vor Ort zu schaffenden Netzwerke sollen durch beteiligungsorientiert zu entwickelnde technische Lösungen so unterstützt werden, dass das Miteinander leichter, schneller oder besser entstehen kann.

Neben den realen Netzwerken im Stadtteil arbeiten vier verschiedene stadtweite Arbeitsgruppen daran,

  • wie diese technischen Lösungen aussehen können,
  • welche Kommunikationsmöglichkeiten das reale Netzwerk unterstützen,
  • wie der Einstieg möglichst gut für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gelingt oder zu erlernen ist und
  • wie Beteiligung und gefundene Lösungen dauerhaft umzusetzen und zu finanzieren sind.

Die in den vier recht unterschiedlichen Quartieren entwickelten Netzwerke und Möglichkeiten sollen die Übertragbarkeit auf andere städtische Quartiere und die gesamte Region gewährleisten. Im Teilprojekt Transfer ist die Verbreitung über die Region Ruhrgebiet hinaus bereits angelegt: Sie findet schon während des Entwicklungsprozesses statt und spiegelt Rückmeldungen aus anderen Städte und Regionen zu Teilergebnissen frühzeitig zurück.

Projektstruktur

Das Projekt „Ältere als (Ko-)Produzenten von Quartiersnetzwerken im Ruhrgebiet (QuartiersNETZ)“ ist in sieben verschiedene Teilprojekte gegliedert, die in unterschiedlichen Verantwortungen liegen:

  1. Reales Quartiersnetz
  2. Digitale Plattform
  3. Interaktions- und Kommunikationsmedien
  4. Schulungs- und Beratungskonzept „Technik erproben und  vermitteln“
  5. Geschäfts- und Partizipationsmodell
  6. Evaluation
  7. Transfer

Wir werden zukünftig unter dem Stichwort „QuartiersNETZ“ weiter berichten.

Pressemappe vom 27.10.14 QuartiersNETZ

Weitere Informationen: quartiersnetz.de

Fotostrecke der Auftaktveranstaltung

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Daniel Hoffmann

Seit 1995 Mitarbeiter im Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln. Projektleiter des Forum Seniorenarbeit NRW und verantwortlich für den Themenschwerpunkt "Engagement älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft".
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1 Gedanke zu “Startschuss zum QuartiersNETZ Gelsenkirchen

  1. Update: Uns wurde freundlicherweise noch die Pressemappe mit weiteren Informationen zum Projekt zur Verfügung gestellt. Diese ist zum Download als PDF eingestellt.

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