Workshops

Übersicht über die Workshops und ImpulsgeberInnen

Workshop Reihe 1 (05.10.2016, 14:00 Uhr) Reihe 2 (05.10.2016, 16:30 Uhr) Reihe 3 06.10.2016, 10:30 Uhr)

WS 01 und WS 02: Gemeinsam ein neues Miteinander in den Quartieren entwerfen
– in der Stadt und auf dem Land

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(durchgehend von
14:00 – 18:00 Uhr)
 
WS 03:

Generationenlotse

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WS 04:

Virtuelle T/Räume vom Quartier

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WS 05:

Kulturgeragogische Projekte machen Raum für Miteinander

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WS 06: Birlikte evde!?  Gemeinsam zuhause !?

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 WS 07: TeilhabeTräume

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WS 08: Die Herbstakademie singt …

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WS 09: Rückzug aus dem Leben

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WS 10: Angst vorm Alter/n – was steckt dahinter?

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WS 11: Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts

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WS 12: „Das hätt`ich vorher nicht gedacht…“

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 WS 13: Faszination Pilgern und Wallfahren

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WS 14: Wandel mit der Theorie U

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WS 15: Träume zulassen – Mut tut gut

    

WS 16: Vom Gastarbeiter zum  Gestalter der  gemeinsamen  Heimat

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Workshop 01 und 02:  Gemeinsam ein neues Miteinander in den Quartieren entwerfen – in der Stadt und auf dem Land

Moderierter Visionsfindungs- und Gruppenstärkungsprozess

Die Gestaltung des Wandels erfordert sowohl eine Auseinandersetzung mit den eigenen Visionen, Leitbildern, Veränderungspotenzialen und Grenzen, als auch den Austausch darüber und die gemeinsame Bestimmung von Schritten zur Umsetzung. In Anlehnung an die Methode des „Dragon Dreamings“, die Wissen aus der Systemtheorie, der Tiefenökologie, der Organisationsentwicklung und den Weisheiten der australischen Aborigines nutzt, wird ein solcher Prozess von der Zielfindung bis zur Projektentwicklung exemplarisch durchlaufen – auf der Basis ganzheitlicher Perspektiven und eines vertieften Verständnisses füreinander.

„Dragon Dreaming“ wurde von dem Australier John Croft entwickelt und ist ein effektiver Weg, um Träume oder konkrete Projektziele zu verwirklichen und gleichzeitig den Gruppengeist zu stärken. „Dragon Dreaming“  nutzt  Wissen aus der Systemtheorie, der Organisationsentwicklung und den Weisheiten der australischen Aborigines.

Impulsgeberin:
Christiane Grabe, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

HINWEIS: Dieser Workshop beginnt um 14 Uhr und endet um 18:00 Uhr, d.h. ein Einsteigen in der 2. Diskussionsrunde (ab 16:30 Uhr) ist nicht möglich!!!

Workshop 03: Generationenlotse

Fortbildung in der intergenerativen Arbeit für Vereine, Verbände, Pfarrgemeinden und soziale Einrichtungen

Dass alle Generationen einer Familie unter einem Dach leben können, gehört heute zur großen Ausnahme. Der Wunsch nach einem Miteinander, nach gemeinsamer Zeit und gegenseitigem Erfahrungsaustausch bleibt jedoch bestehen.

Die unterschiedlichen sozialen Einrichtungen und Institutionen, Vereine, Verbände und Kirchengemeinden versuchen für jede Generation ein passendes Angebot bereitzuhalten.

Doch ist diese Trennung der Generationen überhaupt noch zeitgemäß, wenn wir uns doch nach Kontakt zu anderen Altersgruppen sehnen? Oder sind wir einfach zu unterschiedlich, als dass ein Angebot für mehrere Generationen funktionieren könnte?

Impulsgeberin:
Irmgard Neuß, Familienbildungsstätte Dülmen, Kath. Bildungsforum Coesfeld – Mehrgenerationenhaus Dülmen

Workshop 04: Virtuelle T/Räume vom Quartier

Ehrenamtliche Redaktionsteams für ein lebendiges Miteinander

Das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten eignet sich in hervorragender Art und Weise die Lebendigkeit eines Quartiers oder Stadtteils abzubilden. Es ermöglicht Interaktion und (zufällige) Begegnungen im virtuellen Raum.

Durch ehrenamtliche (generationenübergreifende) Redaktionsteams kann eine nachhaltige Struktur aufgebaut werden, die insbesondere älteren Menschen Orientierung und Transparenz über Angebote und Aktivitäten gibt.

Im Workshop werden die Erfahrungen des ersten Workshops des Forum Seniorenarbeit dargestellt, Probleme und Lösungswege diskutiert.

Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Zusammenspiel von Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ein und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit ein lebendiges Portal dauerhaft aufrechterhalten werden kann. 

Impulsgeber:
Daniel Hoffmann, Kuratorium Deutsche Altershilfe
Ingo Behr, Stadt Kempen, Quartiersentwickler Hagelkreuz

Workshop 05:  Kulturgeragogische Projekte machen Raum für Miteinander

Kulturarbeit mit Älteren

Im Workshop gehen wir der Frage nach, welche kulturgeragogische Haltung und welche Prinzipien Grundlagen für eine Kulturarbeit mit Älteren sind, die auf partizipativem Miteinander fußt. Anhand von praktischen Beispielen – vom intergenerationellen Kunstgespräch, über den Quartiers-Straßenchor bis hin zum interkulturellen Erzählcafé – kommen wir ins Gespräch.

kubia (Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter) ist ein Fachforum für alle, die kulturelle Bildung und Teilhabe von und mit älteren Menschen ermöglichen. Zu den Aufgaben von kubia gehört es, Kulturanbieter für den demografischen Wandel zu sensibilisieren, sie zu informieren, zu beraten und zu qualifizieren. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster bietet kubia die berufsbegleitende zertifizierte Weiterbildung „Kulturgeragogik“ an.

Impulsgeberinnen:
Imke Nagel, Kompetenzzentrum für Kultur und Bildung im Alter
Sophie Voets-Hahne, freiberufliche Kulturgeragogin, u.a. Nachbarschaftsverein kö-pi e.V.

Workshop 06: Birlikte evde!? Gemeinsam zuhause !?

Gemeinschaftliches Wohnen für ältere türkeistämmige Migrantinnen und Migranten mit Betreuungsbedarf

Die erste Generation der sogenannten „Gastarbeiter“ erreicht momentan das Rentenalter. In der Folge gewinnt die Unterstützung und Versorgung älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den kommenden Jahren stark an Bedeutung. Ihre Unterstützung kann andere Anforderungen stellen als die Versorgung „deutscher“ Seniorinnen und Senioren. Die Gruppe der Türkeistämmigen ist die quantitativ bedeutendste der „Gastarbeitermigration“. 2011 lebten in Deutschland knapp 3 Millionen türkeistämmige Menschen mit eigener Wanderungserfahrung oder deren Abkömmlinge deutscher und/oder türkischer Staatsangehörigkeit.

Wie lässt sich der Pflege- und Versorgungsbedarf dieser Gruppe quantitativ und qualitativ decken?

Existieren Wohnkonzepte für pflegebedürftige Migrantinnen/Migranten aus der Türkei, die eine Alternative zur klassischen Pflegeeinrichtung darstellen? Welche Umsetzungsbedingungen sind wichtig? Gibt es kulturell akzeptable Formen gemeinschaftlichen Wohnens?

Welche Wünsche und Ansprüche haben  Seniorinnen und Senioren türkischer Herkunft?

Impulsgeber:
Michael Cirkel, Institut Arbeit und Technik/LaQ
Thomas Risse, Konkret Consult Ruhr/LaQ

Workshop 07: TeilhabeTräume

Was braucht es, damit das Engagement von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Flüchtlingen gelingt?

Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement bietet bislang wenig realisierte Möglichkeiten Menschen mit Beeinträchtigungen, geflüchtete  oder zugereiste Menschen in die Zivilgemeinschaft einzubinden.

Der Workshop wird – ausgehend von der Situation vor Ort und der Frage nach Schwierigkeiten und Hemmnissen – Möglichkeiten und Ideen aufzeigen wie Teilhaben für diese Menschen gelingen kann.

Neben den Erfahrungen der Teilnehmer werden in dem Workshop auch Ergebnisse des Inklusions-Projektes der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, sowie gute Beispiel aus der Flüchtlingsarbeit, diskutiert.

ImpulsgeberInnen:
Hermann Handke, Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen
Stephanie Krause, Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen

Workshop 08: Die Herbstakademie singt

… von einer besseren Welt

Politische Lieder, die den gesellschaftlichen Wandel begleiten, hat es immer gegeben. Songs, die den Traum von einer besseren Gesellschaft beschwören, kennt jeder. Lieder, die für demokratische Rechte und die Rechte von Minderheiten eintreten, wurden sogar zu Hits.

Wir möchten mit Ihnen einige dieser Lieder in Erinnerung rufen, darüber diskutieren, sie einstudieren und – natürlich nur mit Ihrem Einverständnis – im Plenum vortragen. Einige Lieder werden wir vorbereiten, andere können Sie einbringen. Folgende Lieder stehen sofort zur Verfügung:

  • Das Bürgerlied („Ob wir rote, gelbe Kragen, Helme oder Hüte tragen“) – bürgerliche Revolution von 1848
  • Brüder, zur Sonne, zur Freiheit – deutsche Arbeiterbewegung
  • Unter dem Pflaster, da liegt der Strand – nach 68er Frauen- und Studentenbewegung
  • Imagine (engl.) – John Lennons Traum von einer besseren Welt
  • Day is done (engl.) – Welches Erbe hinterlassen wir unseren Kindern?
  • Friedenslied aus Aserbajdzan – weltweiter Kampf für eine friedliche Welt ohne Rassismus
  • Das Lied von der Freiheit – „Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein“ (Georg Danzer)
  • Kinder an die Macht – Grönemeyers Vision, Titel spricht für sich

Wenn Sie sich für diesen Workshop entscheiden, wären wir für einen Hinweis, mit welchem Lied Sie sich gern näher beschäftigen möchten, dankbar.

ImpulsgeberIn:

Manfred Kehr, Musiker und Mitarbeiter in der Leitstelle Älter werden in Ahlen
Annika Schulte, Koordinatorin der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW

Workshop 09: Rückzug aus dem Leben

Wege zur sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe

In jedem Quartier leben Menschen, deren Verbleib zu Hause aufgrund ihres besonderen Hilfe- und Pflegebedarfs gefährdet ist und die nur wenig oder gar nicht an Aktivitäten im Quartier teilnehmen. Ältere und alte Menschen mit wenigen oder keinen sozialen Kontakten, mit starken Problemen mit Inkontinenz, mit ausgeprägten Sinneseinschränkungen und / oder mit einer bestehenden Verwahrlosungs- oder Suchtproblematik sind für helfende Stellen sehr schwer zu erreichen. Im Workshop sollen Mittel und Wege aufgezeigt und diskutiert werden, wie Seniorenbüros aber auch andere helfende Stellen mit diesen Menschen in Kontakt kommen können.
Was können Akteure vor Ort dazu beitragen, zurückgezogenen Menschen soziale und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen?

ImpulsgeberInnen:
Jörg Marx, Sozialplaner im Sozialamt der Stadt Mülheim an der Ruhr
Annika Schulte, Koordinatorin der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW

Workshop 10: „Angst vorm Alter/n – was steckt dahinter?“

Hintergründe, Einschätzungen und Umgangsweisen mit einem Phänomen

„Alt werden ist nichts für Feiglinge!“ soll einst die Hollywoodschauspielerin Mae West formuliert haben. Warum? Vielleicht weil es gilt eine beängstige Aufgabe zu erfüllen?

Wer sich in der Seniorenarbeit mit ihren vielfältigen Ausprägungen, Strukturen und Ebenen bewegt, dem begegnet sie immer ‘mal wieder, mehr oder weniger: Angst vorm Alter/n. Daraus ergeben sich Fragen: Wer nimmt diese Angst wahr? Woher kommt/kommen die Angst oder die Ängste? Gab‘ es diese Angst schon immer? Gibt es Veränderungen? Was stärkt die Angst, was schwächt sie? Welche Auswirkungen hat sie für die praktische Arbeit? Wie können Menschen angesprochen werden, wenn diese Ängste beeinflussen? Wie kann ihr begegnet werden?

Impulsgeberinnen:
Barbara Eifert, wissenschaftliche Beraterin der Landesseniorenvertretung NRW e.V. am Institut für Gerontologie an der TU Dortmund
Hilde Jaekel, Vorstandsmitglied der Landesseniorenvertretung NRW e.V. (LSV NRW)

Workshop 11: Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts

(Zu) wenig Geld im Alter.  Austausch über ein Tabuthema

Die Sorge, sehr wenig Geld zu haben im Alter, treibt immer mehr Menschen um, auch innerhalb der lesbisch-schwulen Community, die ja oft mit Lifestyle und Wohlstand gleichgesetzt wird.

Drohende Altersarmut ist vor allem ein Genderthema, aber nicht nur. Und sie ist eine der wesentlichen Barrieren im Zugang zu Aktivitäten und Angeboten für ein selbstbestimmtes Altern. Deshalb lasst uns alle darüber reden!

Das Thema löst  Ängste aus. Es wird verdrängt, ist schambesetzt, sorgt für Neid, lässt Einsamkeit fürchten und macht wütend (letzteres leider am wenigsten!).  Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie ihr Leben führen werden, wenn es finanziell zunehmend enger wird. Die  Ängste werden jedoch kaum geäußert, daher ist es auch schwierig, Perspektivisches zu entwickeln.

Der Workshop bietet die Möglichkeit, sich über Geldknappheit und Armutsbedrohung im Alter auszutauschen. Welche Erfahrungen werden damit gemacht? Welche individuellen Auswirkungen erleben wir? Wie gehen wir damit um? Sind die Modelle des „Teilens und Tauschens“ inzwischen die einzige allseits akzeptierte Antwort auf eine Gesellschaft der sozialen Ungleichheiten?

Impulsgeberin:
Carolina Brauckmann, Landesfachberatung Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Seniorenarbeit NRW,
c/o rubicon e.V., Köln

Workshop 12: „Das hätt`ich vorher nicht gedacht…“

– von Synergieeffekten, ihrer Nachhaltigheit und ihrer Entstehung durch Selbstorganisation, am Beispiel des ZWAR Netzwerkes Borken

Wie kommt es zu Synergieeffekten, also dem Zusammenwirken von Faktoren, die sich gegenseitig fördern? Welche konkreten Faktoren emöglichen Menschen ein „Zusammenspiel“, so dass zum Beispiel Projekte verwirklicht werden und sich die Lebensqualität des Einzelnen aber auch die eines Netzwerkes und Quartiers weitet.

Welche Rolle spielt dabei die eigene Haltung oder Rituale der gegenseitigen Ansprache?

Wir möchten Ihnen in diesem Workshop einige Beispiele des guten Gelingens, ihrer Entstehung  und ihrer Wirksamkeit nachhaltiger Synergieeffekte vorstellen, dabei einen fachlich theoretischen, wie praxisbezogenen Einblick vermitteln und Sie dabei mit Ihren eigenen Erfahrungen und Beispielen mit einbeziehen.

Impulsgeberinnen:
Bärbel Attermeyer, Anne Hoffmann,  Annelore Trewer, Rainer Vorfeld, ZWAR Netzwerk Borken
Anne Remme, ZWAR Zentralstelle NRW Dortmund

Workshop 13: Faszination Pilgern und  Wallfahren

Ein uraltes Phänomen neu  entdeckt. Motive, Wandlungen und Perspektiven

Pilgern ist heute ein biografisches Programm:

  • Eine Lebensbilanz ziehen
  • Auslöser ist eine biografische Krise
  • Auszeit-Pilger
  • Biografischer Übergang
  • Neustarter
  • Stellvertretend pilgern
  • Berufungs-Pilger
  • Pilgern / Wallfahren als Gruppen- oder Gemeinschaftserlebnis

„Wir leben in einer hochtechnisierten, digitalen, schnelllebigen, motorisierten Zeit, in der es kaum Möglichkeiten des Rückzugs gibt.“ (Christian Kurrat, Soziologe)

Pilgern bzw. Wallfahren ist ein Leben in Kontrasterfahrung.

Impulsgeber:
Aloys Neifer, Referent für Altenpastoral, Referent der Kath. Landvolkbewegung  Köln

Workshop 14: Wandel mit der Theorie U

Mit Neugier, Mut und Mitgefühl die Zukunft der Seniorenarbeit gestalten

Das Besondere der Theorie U von Dr. Otto Scharmer ist, dass aus der Zukunft neue Herangehensweisen entwickelt werden. Denn die heutigen gesellschaftlichen Veränderungen stellen uns vor komplexe und vielschichtige Herausforderungen, für die uns die Vergangenheit keine Anleitungen bietet.

Wie sich ein Prozess entwickelt, hängt seiner Meinung maßgeblich von der eigenen inneren Haltung ab. Um möglichst intensiv aus der Zukunft her wahrzunehmen und handeln zu können, öffnen wir das Denken, Fühlen und Wollen. Presencing nennt es Scharmer. „Präsent sein“ und „hineinspüren“ verkörpern vertraute Haltungen in der sozialen Arbeit. Im empathischen Zuhören sind Pädagoginnen und Pädagogen geübt. Otto Scharmer bietet mit seiner vierten Stufe des Zuhörens – dem generativen Zuhören – eine weitere Herangehensweise, um neue T/Räume“ zu eröffnen. Von diesem Punkt aus entstehen neue Konzepte für die Altenhilfe und Seniorenarbeit.

Dieser Workshop bietet Gelegenheit, in die Theorie U einzutauchen und darüber nachzudenken, wie sich der Ansatz auch in der Seniorenarbeit und sozialen Arbeit anwenden lassen.

Impulsgeberinnen:
Anja Stiel, systemische Organisationsberaterin und Moderatorin
Annette Scholl, Forum Seniorenarbeit/Kuratorium Deutsche Altershilfe

Workshop 15: Träume zulassen – Mut tut gut

Camp 66 – ein Beispiel für gelebte Lebensfreude

Unser wichtigstes Ziel: Eigeninitiative fördern!
Wir wollen in diesem Workshop versuchen,  Möglichkeiten zu finden, Menschen ab 55 Jahren  Mut zu machen, eigene Wünsche und Träume in die Tat umzusetzen. Wie können Gelegenheiten aufgegriffen und  genutzt werden, das Leben vor und im Ruhestand lebendiger zu gestalten, neue soziale Kontakte zu schaffen und für mehr Lebensqualität im eigenen Stadtteil aktiv zu sorgen.

Am Beispiel eines Freizeit-Camps – so wie es viele in früheren Zeiten kennen –  wird vorgestellt, wie ungewöhnliche Erlebnisse gemeinsam gestaltet werden können, wie sich die Teilnehmer wieder selbst ausprobieren, Verantwortung für andere übernehmen und in der Gemeinschaft mit Freude und Toleranz einander kennen lernen. 

Auch wenn heute statt in Zelten in Holzhütten geschlafen wird, ist es uns wichtig, dass jeder Teilnehmer eigene Aufgaben übernimmt. Ob Frühsport, Nachtwanderung, die Zubereitung gesunder Mahlzeiten, Erzähl-Workshops über den eigenen kulturellen Hintergrund , Foto- und Computerworkshops  oder das gemeinsame Singen am Lagerfeuer – alle Aktivitäten werden von den Nachbarn selbst organisiert – das verleiht Selbstvertrauen! Außerdem  wollen wir neue Mitstreiter gewinnen.

ImpulsgeberInnen:

Brigitte Stock, Teilnehmerin des Camps 66
Wolfgang Angerhausen,
Interkulturelles Nachbarschaftsnetzwerk 55plus; Ev. Kirche Moers-Meerbeck

Workshop 16: Vom Gastarbeiter zum  Gestalter der  gemeinsamen  Heimat

Von der  Improvisation zu einer reellen gestaltbaren interkulturellen Seniorenpolitik und Arbeit

Wandel  stellt  die Menschen  und  Gruppen vor besonderen Herausforderungen . So auch beim Thema Migration: Diese Menschen hatten nicht geplant, dass sie in der Aufnahmegesellschaft altern und dort bleiben. Es gibt kaum  Projekte oder Organisationen,  die sich dieser Tatsache bewusst sind Eine Ausnahme stellt beispielsweise das Projekt Adentro dar. Institutionen  und Politik, die sich der Tatsache bewusst wurden/werden, dass  „Gastarbeiter“  hier altern, stehen nun vor der Frage, was zu tun ist.

Dabei wird oft vergessen, dass ältere Migranten,  wenn sie ins Rentenalter kommen, vor der schweren Entscheidung stehen:    einen Neuanfang in die alte fremde Heimat  zu wagen oder in der fremden neuen Heimat zu bleiben und hier zu alt zu werden, was nie geplant war.  Weder die Heterogenität dieser Migranten  noch ihre Eigenpotentiale zur Lösung  der Herausforderung des Wandels haben die Meisten bewusst vor Augen. Was ist notwendig, um ältere  Migrantinnen und Migranten  in dieser von ihnen  mit aufgebauten Gesellschaft einzubinden ?

Impulsgeber:
Antonio Diaz, Landesintegrationsrat NRW

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