Frühjahrsakademie 2022

Die Frühjahrsakademie 2022 findet am 31. März und 1. April 2022 im DRK Tagungshotel in Münster statt.

Motto der zweitägigen Veranstaltung ist:

Entwicklungen während der Corona-Pandemie in der Senior*innenarbeit

Erfahrungen beim Aufbau digitaler Strukturen für ältere Menschen – Welche Formate sind zukunftsfähig und was braucht es?

Programmheft

 

Einführung

Die Frühjahrsakademie bietet die Plattform, zusammen mit haupt- und ehren-amtlich tätigen Personen im Arbeitsfeld der gemeinwesenorientierten Senior*innenarbeit gesammelte Erfahrungen und innovative Konzepte auszutauschen, zu hinterfragen und Einblicke in die vor-Ort-Situationen der Akteure zu erhalten.

Durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Kontaktverbote versuchen viele Organisationen als vorübergehenden Ersatz von Präsenzveranstaltungen und vor-Ort-Treffen digitale Techniken als Kommunikationsbrücke einzusetzen. Auf der einen Seite, um die Vernetzung mit anderen aufrechtzuerhalten, auf der anderen, um Angebote für ältere Menschen anzubieten und Kontakt zu halten.

Es ist anzunehmen, dass digitale Techniken und Werkzeuge auch zukünftig eine wesentliche Rolle in unserer Arbeit spielen. Die Digitalisierung wird unsere Abläufe und Prozesse auch nachhaltig, zumindest in Teilen, verändern.

Innerhalb der Frühjahrsakademie 2022 werden Erfahrungen, die im Kontext der Senior*innenarbeit und Digitalisierung während der Corona-Pandemie gesammelt wurden, geteilt und diskutiert. Ziel ist es, Erlebnisse, gesammelte Erfahrungen und bereits umgesetzte (Projekt-)Ideen weiterzuentwickeln, sodass gemeinsam Einsatzmöglichkeiten und Umsetzungsideen erarbeitet werden, wie Digitalisierung zukünftig auch in der Senior*innenarbeit eine Rolle spielen kann und welche Voraussetzungen es dafür braucht. In diesem Kontext sollen ebenso Chancen und Grenzen identifiziert und aufgezeigt werden.

Wir, das gesamte Team des Forum Seniorenarbeit NRW freuen uns sehr, Sie alle nach einer digitalen Frühjahrsakademie 2021 wiederzusehen – und das ganz analog und in Präsenz. Die Frühjahrsakademie 2022 wird mit Sicherheit wieder eine ereignisreiche Veranstaltung mit angeregtem Austausch und neuen Impulsen.

Wir sind gespannt, welche Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen Sie mitbringen.

Bleiben Sie gesund!

Christine Freymuth

Programmübersicht

(Moderation des Tages: Änne Türke & Team Forum Seniorenarbeit NRW)

Donnerstag, 31. März 2022 (1. Tag)

12.00 Uhr Anmeldung mit Snacks

13.00 Uhr Grußwort (Minister Karl-Josef Laumann, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen)

13.10 Uhr Einführung in den Tag (Daniel Hoffmann, Forum Seniorenarbeit NRW)

13.30 Uhr Zugänge älterer Menschen in die digitale Welt – Theorie und Praxis in Zeiten von Corona (Bernd Josef Leisen, Universität Vechta)

14.30 Uhr Talkrunde mit den Workshopleitungen (Änne Türke, Workshop 1 – 5)

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr Workshoprunde 1 (Workshops 1-5)

17.30 Uhr Eindrücke und Rückmeldungen aus den Workshops (Änne Türke, Workshop 1 – 5)

18.00 Uhr Ende des 1. Tages

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Bunter Abend - Kennenlernen digitaler Techniken & Netzwerken in lockerer Atmosphäre

Freitag, 1. April 2022

9.00 Uhr Start in den 2. Tag & Talkrunde mit den Workshopleitungen (Änne Türke, Workshop 6 – 10)

9.30 Uhr Workshoprunde 2 (Workshop 6 – 10)

11.30 Uhr Erlebnisraum – Digitales zum Anfassen und Ausprobieren

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr  Digitalisierung in der Senior*innenarbeit 2030 - Ein Blick nach vorne! (Dr. Janina Stiel, Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen)

14.15 Uhr Die Trickfilm-Macherinnen „Fabi-Film-Frauen“  - Ein Interview mit anschließendem Kinoerlebnis (Änne Türke im Interview mit Sabine Meyer, Erzähltheater Osnabrück und Bettina Selle, trixx Filmwerkstatt Osnabrück)

14.45 Uhr Ausblick & Verabschiedung (Christine Freymuth & Daniel Hoffmann, Forum Seniorenarbeit NRW)

15.00 Uhr Ende der Veranstaltung & gemeinsamer Ausklang mit Kaffee und Snacks

Impulse

Zugänge älterer Menschen in die digitale Welt – Theorie und Praxis in Zeiten von Corona

Foto von Bernd Josef LeisenBernd Josef Leisen, Management Sozialer Dienstleistungen, Universität Vechta

Der erste Impuls der Frühjahrsakademie ist der inhaltliche Startschuss in die zweitägige Veranstaltung.

Im Rahmen dieses Impulses wird Hr. Leisen zum einen bestehende Ansätze abbilden, wie Zugänge älterer Menschen in die digitale Welt ausgestaltet werden können und einen entsprechenden Rahmen aus Forschung und Wissenschaft zeichnen. Aufbauend darauf, wird der Impulsgeber den Transfer von Theorie in Praxis durch die Vorstellung konkreter Praxisprojekte leisten. Es werden Praxisprojekte vorgestellt, die durch ehrenamtliche Personen getragen und durchgeführt werden. Bernd Josef Leisen wird aus seinen Erfahrungen der Feldforschung an der Uni Vechta berichten, d.h. der Begleitung der Praxisprojekte, und Stolpersteine und gleichzeitig auch Gelingensfaktoren beleuchten. Insbesondere die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Herausforderungen stellen einen wesentlichen Aspekt seiner Ausführungen dar.

Digitalisierung in der Senior*innenarbeit 2030 - Ein Blick nach vorne!

Foto Janina StielDr. Janina Stiel, Projektleiterin Servicestelle "Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen", Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen

Die Impulsgeberin Dr. Janina Stiel ist seit Jahren im Themenbereich „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ in der BAGSO tätig. Ergänzend hat sie als Mitautorin die Expertise "Förderung von Technik- und Medienkompetenz älterer Menschen aus der Perspektive der Geragogik" zum Achten Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“ veröffentlicht.

Was wird benötigt, damit die Medienkompetenzförderung älterer Menschen bzw. Lernen im Alter mit Bezug zu digitalen Themen gelingt?

Was können wir zukünftig tun, um die Zugänge für ältere Menschen in die digitale Welt weiter zu öffnen? Und welche Rahmenbedingungen sind dafür notwendig und welche Begleit- und Unterstützungsformate braucht es?

Welche Relevanz wird die digitale Technik im Alltag älterer Menschen zukünftig haben?

Dr. Janina Stiel wird diese Fragen auf Basis Ihrer theoretischen und praktischen Kenntnisse und Erfahrungen beleuchten und einen Blick in die Zukunft werfen. Wie kann ein Zukunftsszenario aussehen? Welche Unterstützung ist notwendig und was können Organisationen der Senior*innenarbeit leisten? Was kann beitragen werden, älteren Menschen digitale Teilhabe zu ermöglichen und die passenden Begleit- und Unterstützungsformate für ältere Menschen anzubieten? Welche Rolle spielt dabei bürgerschaftliches Engagement und wo sind Grenzen?

Workshops am 31. März 2022, von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr (Workshopreihe 1)

Workshop 1: Hybride Großveranstaltungen am Beispiel von Gottesdiensten

Logo Kirchengemeinde HaanJonathan, Sonja und Christian Dörr (Pfarrer), Evangelische Kirchengemeinde Haan

Innerhalb dieses Workshops wird das Thema hybride Großveranstaltungen am Beispiel von Gottesdiensten beleuchtet.

Familie Dörr berichtet aus der Evangelischen Kirchengemeinde Haan, wie sie den Menschen die Teilnahme am Gottesdienst mittels digitaler Technik ermöglicht haben, trotz der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen und begrenzten Teilnehmendenzahlen.

Zum einen wird die zugrundeliegende Konzeptidee „hybrider Gottesdienst“ vorgestellt, zum anderen die konkrete Umsetzung in der Praxis. Die Workshopleitungen skizzieren einen Weg des „Ausprobierens und Dazulernens“, der Stolpersteine und Erfolge beinhaltet hat. Fragen, die u.a. beantwortet werden, sind:

  • Welche Ressourcen werden für hybride Großveranstaltungen gebracht?
  • Wie wurde/ wird das Format angenommen?
  • Sind hybride Gottesdienste ein zukunftsfähiges Format?
  • Welche Umsetzungstipps gibt es? Woran sollte gedacht werden?

Anschließend ist ein Austausch zwischen den Teilnehmenden angedacht. Mögliche Themen sind

  • Welche Erfahrungen haben wir mit hybriden Veranstaltungen bereits gesammelt?
  • Können hybride Veranstaltungen in unsere Arbeit integriert werden?

Workshop 2: Verstehen und verstanden werden - Digitalthemen verständlich und zugänglich

Robin Rengers, Der PLogo Der Paritätische Essenaritätische Essen

Digitale Medien und Technologien sind zu einem täglichen Begleiter geworden und bestimmen immer mehr unser Leben. Gerade macht die Corona-Pandemie diesen Umstand besonders deutlich, dass es ohne Smartphone, Computer, Videokonferenzen oder diverse Internetplattformen nicht geht. Überall um uns herum sind wir auf diese Technologien angewiesen.

Das stellt besonders neue Nutzer*innen, die bisher wenig oder gar keinen Umgang mit der digitalen Welt hatten, vor Herausforderungen. Selbst wenn im Umfeld dieser Nutzer*innen bereits digitale Technologien vorhanden sind, so gibt es wenige, die mit allen Funktionen vertraut sind oder diese verstanden haben. Nun mag man sich die Frage stellen: „Muss man das alles verstehen?“, denn schließlich sind viele Geräte und Dienste nutzerfreundlicher und intuitiver geworden. Aber wenn es wider Erwarten einmal nicht funktioniert, dann kann ein Grundverständnis hilfreich sein. Jedoch benötigt man nicht IT-Spezialist*innen, um jedes erdenkliche Problem lösen zu können. Viel mehr braucht es Menschen, die Digitalthemen verständlich und zugänglich machen.

Und um diese Menschen soll es in diesem Workshop gehen. Ziel ist es gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Ideen und Methoden zu entwickeln und sammeln, mit dessen Hilfe Digitalthemen verständlich und zugänglich gemacht werden können, um diese in einer Ideensammlung zusammenzufassen.

Nach einem Impuls nähern sich die Teilnehmer*innen durch kleine Aufgaben dem Thema, um anschließend selbst eigene Ideen zu entwickeln und zu diskutieren.

Workshop 3: Lern-Tüte und Digitaltandem – Der leichte Einstieg für SeniorInnen in die digitale Welt

Logo Wir sind HaanDr. Hermann Neumann, Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“

In diesem Workshop stellt Herr Dr. Neumann das Praxisprojekt „Die analoge Lern-Tüte und das Digital-Tandem“ vor. Im Rahmen dieses Projekts werden digitale und analoge Strukturen zusammengeführt.

Durch die analogen Lern-Tüten, die Materialen rund um die Themen Internet und Digitalisierung beinhalten, wird Älteren auch in Zeiten der Corona-Pandemie der digitale Kompetenzerwerb ermöglicht. Unterstützt werden interessierte Seniorinnen und Senioren von studentischen Tandem-Partnern per Telefon oder Videotelefonie.

Das Projekt beinhaltet so zum einen die Medienkompetenzvermittlung für ältere Menschen und gleichzeitig die Gewinnung von jüngeren Menschen für ein digitales Engagement.

Hr. Dr. Neumann wird die Projektidee vorstellen und aus seinen Erfahrungen berichten, welche Faktoren das Projekt so erfolgreich machen.

  • Wie ist das Projekt entstanden?
  • Wer wirkt im Projekt mit?
  • Welche Anpassungen wurden im Laufe der Zeit gemacht?
  • Worauf muss geachtet werden, wenn ein solches Projekt umgesetzt wird?

Dieser Workshop bietet einen detaillierten Einblick in die Konzeptionierung und Umsetzung des Projekts. Gleichzeitig besteht Raum für Austausch und Brainstorming zwischen und mit den Workshopteilnehmenden, wie ein solches bzw. ähnliches Projekt anderenorts umgesetzt werden kann.

Das Projekt gewinnt 2021 den Goldenen Internetpreis in der Kategorie „Digitale Teilhabe – Menschen in Zeiten von Corona unterstützen“ (Video zum Projekt).

Workshop 4: Das eigene Projekt initiieren: Freiwillige ältere Lots*innen im Themenfeld Digitalisierung, Alter und Hilfebedarf

FSA NRW LogoTeam Forum Seniorenarbeit NRW

In zahlreichen Projekten sind ältere Menschen in digitalen Projekten engagiert. Das Forum Seniorenarbeit NRW hat ein Schulungskonzept entwickelt, das eine Einführung in unterschiedliche Themen im Bereich Digitalisierung und Ältere und anschließende Begleitung der beteiligten Engagierten mitdenkt. Es basiert auf der Grundidee einer gemeinsamen Sensibilisierung für das Thema und besondere Bedarfe der Zielgruppe sowie anschließenden systematischen und Ressourcen-orientierten Weiterentwicklung des eigenen Angebots oder Projekts.

Im Workshop werden das Gesamtkonzept sowie die einzelnen Module des Schulungskonzeptes vorgestellt und erläutert. Dazu gehört u.a. das zugrundeliegende Verständnis von Lernen im Alter, lerntheoretische Hintergründe und der Seminarrahmen. Es sind insgesamt 6 Module enthalten, u.a. „ältere Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen“, „verschiedene Technologien“, „Alltagsanwendungen und Einsatzmöglichkeiten“ oder „Zusammenarbeit der Lots*innen“. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie mit dem Konzept vor Ort gearbeitet und wie dies modifiziert bzw. der eigenen Situation entsprechend individuell angepasst werden kann.

Innerhalb des Workshops wird das Gesamtkonzept mit zugrundeliegenden Überlegungen vorgestellt und zugleich einige Module zusammen in der Gruppe ausprobiert. Anschließend werden die möglichen Szenarien und Einsatzmöglichkeiten in der Arbeit der Workshopteilnehmenden beleuchtet und diskutiert.

Ziel ist es, praktische Tipps für die Umsetzung und Initiierung von eigenen Angeboten für ältere Menschen zu erarbeiten.

Besonderheit: Das Schulungskonzept wird mit entsprechender PowerPoint-Präsentation und Grafik-Set unter docs.forum-seniorenarbeit.de zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden können im Nachgang gemeinsam an möglichen Erweiterungen oder Anpassungsideen arbeiten, kommentieren und mitwirken sowie die für eine eigene Schulung gewünschten Materialien nutzen und entsprechend anpassen.

Workshop 5: Kulturelle Teilhabe älterer Menschen im digitalen Raum – und was es dafür braucht!

Logo humaQLogo BerufsWege für Frauen e.V.Karin Siepmann und Christine Gediga, Team „Digital Guides for Golden Agers“, BerufsWege für Frauen Wiesbaden
Dorothee Lemme und Torsten Anstädt, Huma_K

Die Workshopleiterinnen beziehen sich im Rahmen dieses Formats insbesondere auf das Thema „Kultur“ und „kulturelle Teilhabe“ in der digitalen Welt.

Sie berichten aus Praxisprojekten, wie gemeinsam mit Senior*innen kulturelle Teilhabe im digitalen Raum geschaffen und ausgestaltet werden kann. Mit digitalen Kulturangeboten sollen neue Begegnungen und Austausch geschaffen und Einsamkeit entgegengewirkt werden.

Um diese kulturelle Teilhabe älteren Menschen zu ermöglichen, bedarf es bestimmter digitaler Kompetenzen, um auch im virtuellen Raum teilnehmen zu können. Worauf bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Arbeit mit älteren Menschen zu achten und welche Aspekte beim Zugang in die digitale Welt wichtig sind, wird ebenfalls innerhalb des Workshops beleuchtet.

Abschließend wird der Rahmen der Projekte betrachtet, wie wichtig die Vernetzung mit weiteren Akteuren im Feld ist, welche Herangehensweisen in der Netzwerkarbeit zielführend sind und wie die Kooperationen zum Erfolg eines Projekts beitragen können, indem Synergien erzeugt und Ressourcen geteilt werden.

Workshops am 1. April 2022, von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr (Workshopreihe 2)

Workshop 6: Digitalisierung und Gesundheit im Quartier

ZWARDr. Kirsten Kemna, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, ZWAR e. V.

Der Mehrwert bzw. Nutzen für den Alltag spielt bei der entscheidenden Frage, ob digitale Wege ausprobiert und gegangen werden, für ältere Menschen eine entscheidende Rolle.

Ein zentrales Thema ist die „Gesundheit“ – insbesondere für die Gruppe der älteren Menschen.

Die Impulsgeberin wird im Rahmen dieses Workshops auf Basis ihrer Erfahrungen und anhand konkreter Beispiele vorstellen, wie der Themenkomplex „Gesundheit im Quartier“ älteren Menschen nähergebracht werden kann, welche Formate für die Wissensvermittlung geeignet sind, welche Rolle „Digitalisierung“ spielt und wo verlässliche Informationen zum Thema „Gesundheit“ gefunden werden können.

Schwerpunkte des Workshops sind somit zum einen die inhaltliche Ausgestaltung „Digitalisierung und Gesundheit“ und zum anderen die Darstellung des Formats, wie zum Thema informiert und die Zielgruppe angesprochen wird. Ein intensiver Austausch zu weiteren Gesundheitsprojekten mit Quartiersbezug und digitalen Komponenten sowie deren Sammlung stehen im Mittelpunkt des Workshops.

Workshop 7: Rückblick auf die Corona-Zeit aus verschiedenen Perspektiven – Wie haben wir die Zeit überbrückt und sind in Kontakt geblieben? Erfahrungen auf örtlicher und landesweiter Ebene

Logo LSVEdeltraut Krause, Landesseniorenvertretung NRW e. V.
Karl-Josef Büscher, Landesseniorenvertretung NRW e.V.

Welche Schlüsse können wir daraus für die Zukunft ziehen? Was haben wir erlebt, wie sind wir vorgegangen und was machen wir zukünftig (auch anders)? Wie geht es weiter?

Die Impulsgebenden stellen den Workshop-Teilnehmenden Ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie vor und berichten aus Ihren Praxisprojekten.

Hier werden insbesondere zwei Schwerpunkte deutlich:

  • Wie konnten ältere Menschen an digitale Werkzeuge herangeführt und wie konnte der Zugang ermöglicht werden -trotz der Ausnahmesituation? Was lernen wir daraus für die Zukunft?
  • Wie konnten digitale Techniken dazu beitragen, dass Kontakt mit- und untereinander ermöglicht wurden? Welche kreativen Lösungen wurden gefunden?

Das Tandem beleuchtet die örtliche Ebene, welche digitalen Projekte und Angebote dort umgesetzt werden konnten, wo die Herausforderungen und auch Potenziale lagen. Ebenso werden Kenntnisse aus der digitalen Zusammenarbeit in einem landesweiten Netzwerk vorgestellt.

Welche Schlüsse können wir daraus für die zukünftige Zusammenarbeit ziehen und welche Rolle werden „digitale Formate“ in Zukunft in Ihrer Arbeit spielen?

In einem offenen Austausch sollen auch die Teilnehmenden Ihre Erfahrungen einbringen und gemeinsam ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Welche Wege in der Senior*innenarbeit - mit Blick auf „digitale Projekte“ - können gegangen werden und welchen Stellenwert haben sie.

Workshop 8: Virtuelles Dialog-Café für Senior*innen bietet Corona die Stirn und erschließt digitale Welten

Telekom Logo mit Schriftzug erleben, was verbindetSebastian Arens, Deutsche Telekom, Bonn

Telekom Botschafter Sebastian Arens erzählt, wie er auf die Idee eines virtuellen Dialog-Cafés gekommen ist, mit dem er seit über einem Jahr Seniorinnen und Senioren ehrenamtlich durch die Pandemie begleitet. Wie sich diese Idee innerhalb von zwei Wochen umsetzen ließ. Und was sich daraus entwickelt hat.

Themen über die wir uns austauschen können:

  • Welche Haltung und Grundannahmen mir geholfen haben ("start small but start", Wir teilen uns die Verantwortung für die Qualität, jeder gibt sein bestes - immer, das Wissen liegt im System, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte wird mehr)
  • Geschichte(n) des Gelingens: Die Workshop-Teilnehmenden erfahren, wie sich solche Dialog-Formate mit einfachen Mitteln umsetzen lassen, ohne dass man dazu gleich ein Informatik-Studium abgeschlossen haben muss.
  • Die Bedeutung von "Kreisarbeit": Warum ist der Gedanke dahinter so wichtig - insbesondere im digitalen Raum? Und wie kann ich mir dieses Wissen zunutze machen, bei analogen und digitalen Begegnungen.
  • Teilnehmende meines Dialog-Cafés plaudern aus dem Nähkästchen: Wie fühlt es sich an, wenn man sich nur im Videochat begegnet, ohne sich jemals zuvor persönlich begegnet zu sein? Was funktioniert gut, was fehlt?
  • Starthilfe: Ich möchte eine eigene Initiative ins Leben rufen - wie mache ich das? Kollegiale Beratung für Teilnehmende

Workshop 9: Frauen erobern den digitalen Raum – von analog zu digital!

Logo FRauenhilfe in Westfalen e.V.Christina Vetter, Verbands-, Bildungs- und Projektreferentin bei der Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V.

Innerhalb dieses Workshops beschreibt die Referentin Ihre Reise von analogen zu digitalen Angeboten. Diese Reise ist sie gemeinsam mit einer besonderen Gruppe angetreten: Ältere und hochaltrige Frauen.

Zu den ausgestalteten digitalen Formaten zählen:

  • Online-Schulungen: Gruppentreffen und Verbandstreffen digital gestalten und hosten
  • Online-Schulung: Spiritualität und Nähe im digitalen Raum
  • Online-Weltgebetstags-Werkstätten mit digitaler Lernwerkstatt
  • Verschiedene Bildungsangebote die kurzfristig per Zoom stattfanden

Im Fokus dieses Workshops stehen u.a. die Erfahrungen und insbesondere auch Vorurteile, die zum einen der Zielgruppe “ältere bzw. hochaltrige Frauen“ entgegengebracht werden – gleichzeitig aber auch gegenüber der Nutzung digitaler Techniken und der Ausgestaltung digitaler Angebote.

  • Welche Vorurteile standen im Raum? Was ist davon am Ende übrig geblieben?
  • Was braucht es, damit digitale Angebote gelingen?
  •  Wie gestalte ich die zielgruppenspezifische Ansprache aus?
  •  Wird „digital“ auch zukünftig ein fester Bestandteil werden?

Frau Vetter wird – auch selbstkritisch – zielgruppenspezifische Vorurteile infrage stellen und Faktoren skizzieren, die maßgeblich zum Erfolg der digitalen Formate beigetragen haben.

Sie wird Mut machen, sich dem Thema zu widmen und gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden erarbeiten, warum es besonders wichtig ist, auch ältere Frauen für digitale Themen zu begeistern. Empowerment und Feminismus – das sind die Grundlagen, die zu dem Workshopangebot geführt haben!

Workshop 10: Diskussionsraum zum Thema „Interessierte erreichen – Engagement fördern“

Logo Caritasverband EssenLogo Kreisverband Essen DRK e.V.Michaela Lukas, Referentin offene Seniorenarbeit, Caritasverband für die Stadt Essen e.V.
Sarah-Jo Petig, Referatsleitung offene Seniorenarbeit, DRK Kreisverband Essen e.V.

Während der Corona-Pandemie sind viele engagierte (ältere) Personen verloren gegangen. Die Kontaktbeschränkungen haben in vielen Fällen dafür gesorgt, dass die Menschen ihr Engagement (auch in digitalen Projekten und Angeboten) für einen langen Zeitraum nicht mehr ausüben konnten. Nicht nur das Engagement selbst, sondern auch die analogen Begleitformate mit dem Ziel, den Austausch untereinander oder auch mit der Organisation zu fördern, sind weggebrochen.

Welche Möglichkeiten gibt es, diese Engagement-bereiten (älteren) Menschen wieder zu erreichen, welche Zielgruppen sind das und welche Wege der Ansprache können gegangen werden?

Dieser Workshop ermöglicht ein Diskussionsforum, in dem Erfahrungen während der Corona-Pandemie geteilt werden können.

  • Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
  • Wie sieht ihre derzeitige Situation aus?
  • Was sind Gelingensfaktoren für die Ansprache und Gewinnung von Engagierten?

Die Referent*innen werden aus ihrer praktischen Erfahrung aus unterschiedlichen Projekten aus der Senior*innenarbeit in Essen berichten, das Engagement näher beleuchten (Wer engagiert sich und warum?) und sich gemeinsam mit Ihnen die Frage stellen, wie Engagierte wieder aktiviert und Zielgruppen zukünftig angesprochen werden können.

Ziel dieses Workshops ist es in einem offenen „Brainstorming-Prozess“ gemeinsam zu diskutieren, wie die Aktivierung und Gewinnung von Engagierten zukünftig aussehen kann – auf Basis der Erfahrungen der Workshop-Teilnehmenden und der Impulsgeber*innen.

Rahmenprogramm

Moderatorin Änne Türke

Foto Änne Türke mit Hund JonahÄnne Türke ist von Hause aus Diplom Sozialarbeiterin und Altenpflegerin. In der Vergangenheit hat sie bereits eine Vielzahl an Veranstaltungen moderiert – die im Kern immer eine Zielgruppe ins Auge fassen: Ältere Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf – und deren Lebensqualität.

Sie ist seit 2006 bei den Alexianern in Köln angestellt und koordiniert das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Region Köln und das südliche Rheinland.

Änne Türke liegen aber nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere am Herzen. So hat sie den Hundebesuchsdienst für Menschen mit Demenz "4 Pfoten für Sie" mitentwickelt und ist dort mit ihren beiden Vierbeinern Jonah und Jette unterwegs.

Bunter Abend: Kennenlernen digitaler Techniken & Netzwerken in lockerer Atmosphäre - "Zeig mir deine Lieblings-App" (Abendprogramm 1. Tag)

Finger auf Smartphone (Comic)Gerade nach einer langen Zeit mit wenig direktem und analogem Austausch im Netzwerk steht am Abend des ersten Tages – ganz in Frühjahrsakademie-Manier – das Gespräch und der Austausch unter- und miteinander in lockerer Atmosphäre im Fokus.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre „Lieblings-App“ mitzubringen und den anderen Teilnehmenden vorzustellen. Wir alle haben doch bestimmt eine App auf dem Smartphone, die wir gerne in unserem Alltag oder für bestimmte Anlässe nutzen? Ob im Bereich Freizeit, Mobilität, Informationsgewinnung oder oder oder...

Erlebnisraum – Digitales zum Anfassen und Ausprobieren (Programmpunkt des 2. Tages)

Abbildung Smartphone, Tablet, PCWenn wir über Digitalisierung sprechen, insbesondere bezüglich des Zugangs für ältere Menschen, spielt die Hardware, d.h. die Geräte, mit denen wir in die digitale Welt eintauchen, eine wesentliche Rolle. Doch welche Geräte gibt es und welche Möglichkeiten beinhalten sie? Was eignet sich besonders gut für ältere Menschen? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Innerhalb des Erlebnisraumes können Sie sich zu unterschiedlichen digitalen Werkzeugen informieren, diese anfassen und auch einfach mal ausprobieren.

Teilnahmegebühr, Anmeldung und Übernachtung

Teilnahmegebühr und Übernachtung

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 50,00 Euro und beinhaltet die Verpflegung während der Veranstaltung sowie Teilnahmerunterlagen und die Teilnahme am Abendprogramm (exklusiv der Getränke, die von Ihnen zu zahlen sind, bspw. Abendprogramm).

Im Tagungshaus steht uns ein begrenztes Zimmerkontingent zur Verfügung. Eine Übernachtung im Tagungshaus muss beim Tagungshaus selbst gesondert gebucht werden.

Bitte geben Sie bei der Buchung „Frühjahrsakademie 2022“ an.

Kontakt:

Website des Tagungshauses

Telefon: 0251/97 39-141

E-Mail: hotel@drk-westfalen.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr in Höhe von 50,00 Euro wird sofort nach Erhalt der Rechnung fällig.

Absage der Veranstaltung/ Änderungsvorbehalt

Die Veranstaltung oder Teile davon können aus wichtigem Grund, z.B. wegen Pandemie-bedingter Einschränkungen, bei zu geringer Teilnahmezahl oder bei Ausfall bzw. Erkrankung eines Referierenden, abgesagt werden. Wurde der Teilnahmebetrag schon überwiesen, erstattet das KDA diesen unverzüglich. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, sofern nicht den gesetzlichen Vertreter/-innen, Angestellten oder sonstigen Erfüllungsgehilfen des KDA vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorzuwerfen ist. Das KDA ist berechtigt, Änderungen des Programms oder einen Wechsel der Impulsgebenden vorzunehmen, wenn dies notwendig ist und die Veranstaltung nicht beeinträchtigt.

Rücktritt der Teilnehmenden

Der mit der Anmeldung reservierte Akademieplatz ist gegen Mitteilung des vollständigen Namens eines Ersatzteilnehmenden kostenfrei übertragbar. Des Weiteren ist bis zu acht Wochen vor Veranstaltungsbeginn ein Rücktritt von der Veranstaltung kostenfrei möglich. Im Falle des vollständigen Rücktritts des Teilnehmenden vom Vertrag innerhalb von acht Wochen vor der Veranstaltung erstatten wir 50 Prozent, sofern der Platz mit zumutbarem Aufwand nicht anderweitig vergeben werden kann. Liegt der Rücktritt innerhalb einer Woche vor Veranstaltungsbeginn, ist die volle Teilnahmegebühr zu entrichten.

Fotos während der Veranstaltung

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Fotos, die während der Veranstaltung aufgenommen werden, dem Forum Seniorenarbeit NRW zur Veröffentlichung zur Verfügung stehen.

Schlussbestimmungen

Sofern eine Klausel in diesen Teilnahmebedingungen unwirksam ist oder werden sollte, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen nicht. Die unwirksame oder unwirksam gewordene Klausel ist in diesem Fall durch eine solche zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Sinn und Zweck der unwirksamen Klausel am nächsten kommt. Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.

Gerichtsstand für Streitigkeiten ist Berlin.

Anmeldeformular jetzt aufrufen

Veranstaltungsort

DRK-Tagungshotel Dunant
Sperlichstraße 27
48151 Münster

Homepage des Tagungshauses

Mitwirkende und Partner
  • Berufswege für Frauen e.V. Logo BerufsWege für Frauen e.V.
  • Caritasverband für die Stadt Essen Logo Caritasverband Essen
  • Der Paritätische Essen blank
  • Deutsches Rotes Kreuz Logo Kreisverband Essen DRK e.V.
  • Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. Logo FRauenhilfe in Westfalen e.V.
  • Evangelische Kirchengemeinde Haan Logo Kirchengemeinde Haan
  • Huma Q Institut Logo humaQ
  • Landesseniorenvertretung NRW e.V. Logo LSV NRW
  • Telekom Telekom Logo mit Schriftzug erleben, was verbindet
  • Universität Vechta Logo Uni Vechta
  • Wir sind Haan – Das Seniorennetzwerk Logo Wir sind Haan
  • Wissensdurstig.de Logo Wissensdurstig.de
  • ZWAR e. V. ZWAR
Schriftgröße
Kontraste