leserlich.info

Titelbild leserlich.info

Herausgeber/in: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.

Ort: Berlin

Dass die Umwelt, dazu gehören der öffentliche Raum und gängige Kommunikationsplattformen, so zu gestalten ist, dass sie keine Barrieren für Menschen mit Einschränkungen darstellen sollte, ist in der heutigen Gesellschaft immer mehr im Bewusstsein verankert. Dies bezieht sich auch auf visuelle Gestaltung von Texten, Plakaten und Webseiten. Durch den demografischen Wandel wird die Zahl sehbeeinträchtigter Menschen weiter ansteigen.

Doch auch für Normalsichtige ist eine gut lesbare Gestaltung von Informationen in vielen Lebenssituationen von Vorteil. Die Un-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft getreten ist, fordert zudem eine freie Zugänglichkeit zu Information und Kommunikation. Eine inklusive Gestaltung von Texten wird in Zukunft daher weiter an Relevanz gewinnen.

Die Webseite leserlich.info gibt darüber Auskunft wie Bilder, Piktogramme und Texte gestaltet werden können, um den Kriterien für gute Lesbarkeit zu entsprechen. Die Webseite informiert darüber, welche gestalterischen Aspekte in Bezug auf Farben, Kontraste, Oberflächen und ähnliches beachtet werden müssen, um visuelle gestaltete Informationen Barrierefrei abzubilden. Die Webseite bietet neben vielen Informationen zu der Lesbarkeit von Schriften und Texten auch einen Schriftgrößenrechner und einen Kontrastrechner. Nutzer können so ihre Texte und die farbliche Gestaltung an gängige DIN-Normen anpassen. Neben der reinen funktionalen Darstellung legt das Projekt „Inklusives Design“ jedoch auch auf ästhetische Aspekte Wert und gibt Tipps wie ein “barrierefreies Abseits” umgangen werden kann.

Die Webseite leserlich.info entstand im Rahmen des Projektes „Inklusives Design“, das vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) gestartet wurde und in dem Kommunikationsdesigner*innen, Gremienvertreter*innen und Augenpatient*innen zusammengearbeitet haben. Die erarbeiteten Empfehlungen wurden in einem dreistufigen Testverfahren, unter anderem von Augenpatient*innen, geprüft.

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