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Ältere Männer am Computer
Nachbarschaft
Ältere Dame liest
Sport für Ältere
Theater
Generationenübergreifende Begegnung
Keyvisual Lokale Online-Gemeinschaften älter Menschen (Logo)

Einführung

Das Internet in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen hält ungebremst Einzug in den Alltag, nicht nur bei jüngeren Men­schen. Begriffe wie Socialmedia, Blog, Videoconferencing, Web 2.0 oder Social­network sind überall präsent. Wir sind inzwischen nicht mehr nur mit dem PC online, sondern auch mit dem Smart­phone, dem Tablet, dem Fernsehen, dem Radio ...

Die klassische Trennung von Information und Kommunikation verschwimmt dabei immer mehr. Neben textbasierten Tech­niken sind Bild- und Tonübertragung heute keine Vision mehr von Morgen. Das Internet ist zu einem multimedialen Werk­zeug geworden, mit dem sich auch Grup­pen untereinander vernetzen und Alltags-/Arbeitsabläufe organisiert werden kön­nen.

Auch für ältere Menschen ergeben sich daraus besondere Möglichkeiten der ge­sell­schaftlichen Teilhabe. Sie können nicht nur als Konsumenten an vielfältigen Ange­boten teilnehmen, sondern selbst als Infor­mationsanbieter wirken und Netz­werke zur Kommunikation (Online-Ge­mein­schaften) aufbauen. Sie können bei­spiels­weise zur gemeinsamen Freizeit­gestaltung, Rat- und Hilfesystemen, Orga­nisation von Gruppen und Gremien, Pla­nung von Veranstaltungen, Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit, u.v.m. genutzt werden (Stichwort Web 2.0).

Diese Möglichkeiten werden aber noch unzureichend erschlossen. Dabei ist es nicht nur die fehlende „Netzanbindung“ von Seniorinnen und Senioren, die häufig als erstes Gegenargument genannt wird, sondern auch große Vorbehalte und Un­sicher­heit gegenüber der Mediennutzung, fehlende Unterstützungsstrukturen und Me­dien­kompetenz von Verantwortungs­trägern.

Online-Gemeinschaften bieten älteren Menschen auch in einer Stadt, einem Viertel oder einem Quartier die Möglich­keit,  sich auf eine sehr flexible Art und Weise für Ihre Interessensgebiete, Be­lange und Ideale einzusetzen und an gesell­schaftlichen Entwicklungen zu betei­ligen oder Unterstützungsangebote für Dritte zu entwickeln.

Hierzu ist es aber notwendig, dass es Menschen gibt, die den Gruppen bei der Nutzung von Technik und Diensten zur Seite stehen, verantwortlich Aufgaben übernehmen und diese begleiten. Gerade die kleinräumige Nutzung ermöglicht es, Kontakte sowohl im realen, wie auch im virtuellen Raum miteinander zu kombi­nieren und so gemeinsam in Gruppen zu lernen.

Je nach Zielsetzung und Organisations­form können diese Aufgaben von älteren Menschen selbst im Rahmen von bürger­schaftlichem Engagement, oder auch Haupt­amtlichen in Kommunen, Verbänden oder Einrichtungen/Organisationen oder in Kombination wahrgenommen werden.

Klassische Aufgabenfelder, wie sie in den USA seit vielen Jahren unterstützt und praktiziert werden, sind:

  • Journalistische Tätigkeiten/Online-Re­daktion
  • Moderation von virtuellen Ge­mein­schaften
  • Lotsendienste
  • Mentoring- und Sprachdienste.

    Alle diese Arbeitsfelder eignen sich von ihren Grundanlagen her, Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund einzubeziehen und zur Gestaltung von (generationenübergreifender) Begegnung. Sie können einen wesentlichen Mehrwert für das Alter und das Miteinander in unserer Gesellschaft, auch in klein­räu­mi­gen Einheiten, sein.

     

     

    Dieser Artikel ist Teil des Themenschwerpunktes Lokale Online-Gemeinschaften älterer Menschen initiieren und moderieren (RSS-Feed).

    Autor: Daniel Hoffmann