ZWAR-Tagung April 2016

BürgerIn braucht KOMMUNE braucht BürgerIn

Gemeinsam älter werden im Quartier

In einer alternden Gesellschaft kommt dem Quartier als Lebensraum eine zentrale Bedeutung zu. Egal ob in der Stadt oder im ländlichen Raum, die sozialräumliche Perspektive ist maßgeblich für die Themen rund um seniorengerechte Stadtteile, die Stärkung des bürgerschaftlichen Potenzials, die Gestaltung lebendiger Nachbarschaften und Lebensqualität aller Einwohnerinnen und Einwohner im vertrauten Umfeld bis ins hohe Alter.

Vor allem tragfähige soziale Netzwerke vor Ort wirken sich positiv auf nahezu alle Lebensbereiche im Alter aus. Neue Formen des gemeinschaftlichen Erlebens und damit Strukturen zur Förderung von Engagement, Beteiligung und Teilhabe im Quartier zu ermöglichen, entwickelt sich für Kommunalpolitik deshalb zu einem wichtigen strategischen Element sozialer Daseinsvorsorge. Gelingendes und selbstbestimmtes Altern im Quartier braucht lokale vernetzte und vernetzende Verantwortungsgemeinschaften.

Wie es gelingt, all dies zu initiieren, ist Thema der Fachtagung „BürgerIn braucht KOMMUNE braucht BürgerIn“. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist der Blick auf die Lebenssituation von Menschen ab 55 Jahren in der Übergangsphase zwischen Arbeit und Ruhestand und mit ihm auf den wachsenden Bedarf an kommunalen Ermöglichungsstrukturen zu Partizipation und Beteiligung dieser Zielgruppe – z. B. in Form von sozialen Netzwerken zur gemeinsamen Gestaltung des dritten Lebensalters.

Erfahrungen aus zahlreichen Städten und Gemeinden zeigen, dass viele Menschen dieser Zielgruppe bereit sind, ihr Wohnumfeld aktiv mitzugestalten, für sich selbst und ihr Wohnumfeld / Quartier Verantwortung zu übernehmen, um hier möglichst lange in Zugehörigkeit und Selbstbestimmtheit leben zu können.

Die Fachtagung „BürgerIn braucht KOMMUNE braucht BürgerIn“ richtet sich an Führungskräfte und verantwortlich Handelnde aus der kommunalen Verwaltung sowie an Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. In einem kompakten Programm werden Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Erfahrungen aus der kommunalen Praxis zusammengeführt. Welche Bedeutung kommt der Quartiersentwicklung für die Bewältigung der Folgen des demographischen Wandels zu? Wie wirken sich lebendige Nachbarschaften auf Lebensqualität, Gesundheit und Bürgerschaftliches Engagement aus?

In Fachvorträgen und einem Podiumsgespräch werden Best-Practice-Beispiele für soziale Netzwerke älterer Bürgerinnen und Bürger im Quartier vorgestellt. Darüber hinaus werden Konzepte der sozialen Arbeit diskutiert, mit denen langlebige Nachbarschaftsnetzwerke initiiert und verstetigt werden können.

19. April 2016, 9.30 bis 13.00 Uhr, Hilden

Programm und Anmeldung

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